eGovernment-Werkstatt II

Plattform für den konstruktiven Erfahrungsaustausch

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Es gibt also im Zuge der Digitalisierung zahlreiche Problemfelder zu bewältigen. Beate Lohmann brachte es auf den Punkt: „Es muss uns gelingen, bei allen Beteiligten das Verständnis und die Bereitschaft für eine vernetzte, serviceorientierte Verwaltung zu schaffen, um die Verwaltungsverfahren für alle zu vereinfachen. Voraussetzung ist es, dass wir noch stärker als bisher Prozesse nicht alleine an Zuständigkeiten, sondern konsequent am Bürger ausrichten. Nur so erschaffen wir neue und vernetzte eGovernment-Angebote mit hohem Nutzen für alle Beteiligten. Dies setzt Vertrauen in gemeinsame Infrastrukturen, Offenheit für die Sichtweisen anderer und Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit voraus. Dies lässt sich nicht anordnen, sondern kann nur im täglichen Miteinander wachsen.“

Hartmut Beuß betonte die zentrale Bedeutung von eGovernment für die Verwaltungsmodernisierung: „eGovernment ist nicht nur die Reaktion der Verwaltung auf Erwartungen der 'digitalen Gesellschaft'. eGovernment ist elementarer und unverzichtbarer Bestandteil einer Binnenmodernisierung in der Verwaltung. Der demografische Wandel führt in den nächsten Jahren zum altersbedingten Ausscheiden einer Vielzahl von Wissensträgern und zu einem zunehmenden Fachkräftemangel“.

Dies zwinge – verstärkt durch den anhaltenden Druck der Haushaltskonsolidierung – die Verwaltung dazu, die Potenziale der digitalen Vernetzung zu nutzen. Es geht um Wissensmanagement, um effiziente interne Prozesse und um kooperative Arbeitsteilung.

Die Informationstechnik als Anbieterin geeigneter Plattformen und Lösungen sowie die digitale Vernetzung im Sinne umfassender und sicherer Kommunikationswege sei Voraussetzung für diesen Reformprozess, denn sie liefere das nötige Werkzeug. Der Reformprozess selbst verlange zuallererst aber einen organisatorischen und auch politisch-administrativen Kraftakt.

Wie dieser Wandel zu fördern ist, wird – neben den anderen angesprochenen Themen auf dem eGovernment Summit diskutiert werden. Dass der Summit für diese Diskussion die geeignete Plattform ist, bestätigen auch die Teilnehmer. Die Vorteile der Plattform fasst Michael Richter so zusammen: „Das eGovernment Summit kann bei der Bewältigung der Herausforderungen einen wesentlichen Beitrag leisten. So kann durch die hochkarätige Plattform der konstruktive Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft rund um das Thema eGovernment vorangetrieben werden. Durch die Verknüpfungen der verschiedenen Bereiche können neue Perspektiven zur Bewältigung der aktuellen politischen, gesellschaftlichen und administrativen Herausforderungen mithilfe von Informationstechnologie geschaffen werden.“

Vielfach würden durch den intensiven Gedanken- und Erfahrungsaustausch neue Kooperationen und dadurch noch bessere Lösungen entstehen.

Der eGovernment Summit biete für ihn eine Plattform für den konstruktiven Gedanken- und Erfahrungsaustausch, die es ihm als Politiker erlauben würde, wichtig Erfahrungen und neue Trends im Bereich von eGovernment aus der Wissenschaft aufzunehmen und in seine Arbeit einfließen zu lassen.

Auch Guido Kahlen schätzt den offenen Gedankenaustausch auf dem eGovernment Summit. „Der Summit bietet in einem geschützten Raum eine Gelegenheit, zum offenen Austausch mit Fach-Experten und Entscheidern aus relevanten Wirtschaftsunternehmen sowie mit allen Ebenen der Verwaltung“, so Kahlens Urteil.

Eine Einschätzung, die auch Hans-Henning Lühr teilt: „ Der eGovernment-Summit vernetzt IT-Entscheider aus den verschiedenen Verwaltungsebenen – genau das brauchen wir, um den digitalen Wandel zu gestalten. Im Dialog untereinander und mit der Wirtschaft lassen sich Netzwerk vertiefen, um insbesondere das Projekt eRechnung weiter voranzubringen.“

Und Franz-Reinhard Habbel ergänzte: „Neues Denken, neue Ideen, neue Strategien und neue Konzepte sind gerade in Umbruchzeiten gefragt. Wir leben heute in einer fundamentalen Umbruchphase. Der eGovernment-Summit ist eine zentrale Plattform für den Blick nach vorn.“

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