eGovernment Benchmark 2026
Das Gros aller Behördenmails läuft über Nicht-EU-Anbieter

Von Johannes Kapfer 4 min Lesedauer

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Die EU digitalisiert ihre Verwaltung auf hohem Niveau – doch die Dynamik schwächelt, und die digitale Souveränität entpuppt sich als strukturelle Schwachstelle. Das zeigt der eGovernment Benchmark 2026, den Capgemini erstellt hat. Besonders beim E-Mail-Verkehr offenbart die Studie eine erhebliche Abhängigkeit von Anbietern außerhalb Europas.

Im diesjährigen eGovernment Benchmark Report beleuchten die Experten von Capgemini den Stand der europäischen Verwaltungsdigitalisierung.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Im diesjährigen eGovernment Benchmark Report beleuchten die Experten von Capgemini den Stand der europäischen Verwaltungsdigitalisierung.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Für den jährlich erscheinenden eGovernment Benchmark werteten die Analysten von Capgemini im Auftrag der Europäischen Kommission mehr als 14.000 Online-Services und Behördenwebsites in allen 27 EU-Mitgliedstaaten aus. Als Datengrundlage dient eine Erhebung aus dem Jahr 2025, die digitale Verwaltungsleistungen entlang zentraler Lebensereignisse bewertet – vom Umzug über die Unternehmensgründung bis zum Zugang zu Gesundheitsdiensten. Das Ergebnis fällt ambivalent aus. Die Online-Verfügbarkeit sei hoch, doch strukturelle Herausforderungen rückten stärker in den Fokus als in den Vorjahren.

Digitalisierungsniveau hoch – Dynamik lässt allerdings nach

Der Digitalisierungsgrad öffentlicher Dienstleistungen für Bürger lag 2025 – gemäß der Studie – bei 84,6 von 100 Punkten, nach 82,3 im Vorjahr und 79,4 im Jahr 2023. Für Unternehmen erreicht der Wert 88,6 Punkte, gegenüber 86,2 und 85,4 in den beiden vorherigen Benchmarks. Die Fortschritte der vergangenen Jahre setzen sich damit fort – allerdings verlangsamt sich die Entwicklung im Vergleich zu früheren Phasen deutlich.

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