Personalmangel allenthalben Warum den Hochschulen die besten IT-Köpfe verlorengehen
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Neun Bachelorarbeiten hat Prof. Dr. Dagmar Lück-Schneider zuletzt korrigiert – allesamt bestanden, viele mit sehr guten Noten. Eigentlich ein Grund zur Freude. Doch die Professorin für Verwaltungsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin weiß: Ihre Absolventinnen und Absolventen könnten für die Hochschulwelt für immer verloren sein.
Die Erleichterung ist Professorin Dagmar Lück-Schneider durchweg anzuhören. Eine intensive Korrekturphase liegt hinter ihr, und für ihre Schützlinge hätte es kaum besser laufen können: „Ich war sehr zufrieden“, sagt die Professorin für Verwaltungsinformatik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. „Ich hatte neun Absolventinnen und Absolventen und alle haben es geschafft, viele sogar in einem sehr guten Leistungsbereich.“ Es sind dual Studierende, die nun in der öffentlichen Verwaltung des Landes Berlin oder in der Bundesverwaltung landen werden. „Und dort brauchen wir die natürlich händeringend, um die Digitalisierung voranzubringen“, fügt Lück-Schneider hinzu.
Doch bei all der Freude und dem Stolz über die guten Leistungen, wie sie nur eine gute Lehrkraft verspürt, schwingt auch etwas Negatives mit: die Gewissheit, dass diese gut ausgebildeten Fachkräfte dem Hochschulsystem für immer verloren sein dürften. Ein Paradoxon, das die grundlegende Problematik der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland aufzeigt. Lück-Schneider kennt beide Seiten: Als Gründungsmitglied des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums (NEGZ) und Jurorin beim eGovernment-Wettbewerb hat sie tiefe Einblicke in die Herausforderungen der digitalen Transformation des öffentlichen Sektors.
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