gesponsertDie offene Baustelle zwischen OZG und Registermodernisierung Kein Anschluss unter dieser Kommune?

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Mit dem OZG wurden wichtige Impulse für digitale Verwaltungsleistungen gesetzt, doch in der praktischen Umsetzung stellt sich die Frage: Wie gelingt die flächendeckende Anbindung der Kommunen?

(Bild:  SEVEN PRINCIPLES)
(Bild: SEVEN PRINCIPLES)

Um eine Antwort darauf zu finden, ist ein kritischer Blick auf die Herausforderungen der Kommunen erforderlich. Auf technischer Ebene fehlt oft noch der E2E-Anschluss zwischen Onlinedienst, Transport und Fachverfahren. Auch Prozesse, Zuständigkeiten und Datenflüsse sind nicht immer sauber aufeinander abgestimmt. Zudem ist bisher offengeblieben, wie sich eine flächendeckende Anbindung effizient organisieren lässt, ohne die Kommunen mit hoher Integrationsarbeit zu belasten. Hinzu kommen personelle Engpässe und eine verständliche Zurückhaltung: Frühere Digitalisierungsprojekte haben zwar online Wirkung gezeigt, aber den Verwaltungsprozess wenig entlastet.

Wegen dieser Herausforderungen ist die entscheidende Frage heute nicht, warum einzelne Kommunen noch nicht angeschlossen sind. Entscheidend ist, wie sie anschlussfähig gemacht werden können.

Dafür braucht es einen Perspektivwechsel: weg vom einzelnen Onlineformular, hin zu einem belastbaren Interoperabilitätsmodell. Noch nicht angebundene Kommunen sind kein Randthema, sondern der Maßstab dafür, ob Verwaltungsdigitalisierung skalierbar organisiert ist. Die Erfahrung aus dem OZG hat gezeigt: Wirkung entsteht nicht am digitalen Eingang, sondern dort, wo Daten standardisiert, sicher und medienbrucharm in die fachliche Bearbeitung gelangen. Dieses Zusammenspiel von Standards, Schnittstellen und interoperablen Strukturen wird durch die föderale IT-Architektur und ihre Richtlinien zusätzlich betont.

In der Registermodernisierung wurden daraus bereits erkennbare Lehren gezogen. Mit dem NOOTS steht die technische Infrastruktur für den Austausch von Nachweisdaten bereit; erste produktive Datenabrufe laufen. Gleichzeitig zeigt sich, dass es zwischen kommunalen Fachverfahren und einem flächendeckenden, wiederholbaren Anschluss an das NOOTS noch praktische Umsetzungslücken gibt. Für einen skalierbaren Anschluss reichen projektartige Einzelanbindungen nicht aus. Es braucht klare Rollen, tragfähige Betriebsmodelle und Blaupausen zur Schaffung von Interoperabilität in heterogenen Systemlandschaften. Was folgt daraus?
Erstens sollten Bund, Länder, kommunale IT-Dienstleister und Fachverfahrenshersteller die Anbindung stärker bündeln, statt sie in jeder Kommune neu zu erfinden.
Zweitens muss die Transport- und Routingebene als eigene Infrastrukturaufgabe behandelt werden.
Drittens braucht es Partner, die nicht nur Technologie liefern, sondern die Übersetzung zwischen Fachlichkeit, Standards, Betriebsorganisation und kommunaler Realität beherrschen.

Ein Beispiel aus NRW zeigt, wie ein solcher Ansatz aussehen kann: Dort wurde zur Integration der EfA-Dienste und der heterogen gewachsenen IT-Landschaft eine Datenaustauschplattform geschaffen, welche die Interoperabilität zu den Bundestandards (OSCI/XTA 2, FIT-Connect) und eine E2E-Anbindung im Sinne des Deutschland-Stacks gewährleistet. SEVEN PRINCIPLES ist hier als Integrationspartner eingebunden und entwickelt einen Baustein, der die kommunale Anbindung nicht als Einzelfall, sondern als wiederholbares Muster unterstützt.

Der nächste Reifegrad der Verwaltungsdigitalisierung entscheidet sich damit nicht an der Zahl neuer Angebote, sondern am Grad der Interoperabilität. Dort, wo Onlinedienst, Fachverfahren und NOOTS über tragfähige Integrationsstrukturen verbunden werden, wird aus digitaler Verfügbarkeit erst operative Wirksamkeit entstehen.

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