Bundestag gibt Nachfolger bekannt Prof. Dr. Moritz Hennemann ist neuer BfDI

Von Serina Sonsalla 1 min Lesedauer

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Der Bundestag wählte gestern den neuen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI): Prof. Dr. Moritz Hennemann.

Prof. Dr. Moritz Hennemann, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI). (Bild:  © Julian Vogel)
Prof. Dr. Moritz Hennemann, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI).
(Bild: © Julian Vogel)

Prof. Dr. Moritz Hennemann wurde am 25. Juni 2026 zum neuen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) ernannt. Damit ist nun der Nachfolger von Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider bekannt, die im März ihren Rücktritt erklärte.

Specht-Riemenschneider wird ihre Amtsgeschäfte noch bis zum 30. September weiterführen. Danach übernimmt Hennemann, der seit 2023 den Lehrstuhl für Zivilrecht mit Informations-, Medien- und Internetrecht an der Universität Freiburg innehat. Dort arbeitet er zudem als Direktor des Instituts für Medien- und Informationsrecht. Im Nebenamt ist er Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe.

„Es freut mich, dass die Koalition zügig einen hervorragenden Nachfolger gefunden hat“, sagte Specht-Riemenschneider. „Ich kenne und schätze Moritz Hennemann als sehr klugen und äußerst engagierten Kollegen.“

Glückwünsche zur neuen Position kommen auch von Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst: „Mit ihm rückt ein Fachmann an die Spitze der Behörde, der wie seine Vorgängerin für einen praxisorientierten und pragmatischen Ansatz steht.“ Er erhoffe sich vom neuen BfDI insbesondere eine zeitgemäße und innovationsfördernde Interpretation des Datenschutzes. „Ziel muss sein, die Risiken der Datennutzung zu minimieren und gleichzeitig ihren Nutzen zu maximieren“, teilte Wintergerst mit. „Der Bundesdatenschutzbeauftragte sollte den Unternehmen noch mehr Unterstützung bei der Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben geben.“ Dabei betont er auch die Rolle des Datenschutzes im Hinblick auf die Entwicklung von KI-Modellen, die in vielen Unternehmen noch als Hürde betrachtet wird.

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