Mecklenburg-Vorpommern
Kollege KI soll die Fachkräftelücke schließen

Von Johannes Kapfer 6 min Lesedauer

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Mecklenburg-Vorpommerns Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue verknüpft Verwaltungsdigitalisierung konsequent mit Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau. Im Gespräch ­erläutern er und Landes-CIO Marco Anschütz, warum das Land auf föderale Kooperation statt Alleingänge setzt – und wie 150 Millionen Euro aus dem Sondervermögen den Umbau beschleunigen sollen.

CIO Marco Anschütz und Minister Heiko Geue sind ein eingespieltes Team und verantworten die Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern.(Bild:  Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern)
CIO Marco Anschütz und Minister Heiko Geue sind ein eingespieltes Team und verantworten die Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern.
(Bild: Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern)

Seit Juli 2025 liegt die Digitalisierung im Ressort von Finanzminister Dr. Heiko Geue. Beim Symposium Digitale Staatsmodernisierung im Januar 2026 in Hasenwinkel formulierte der SPD-Politiker einen Grundsatz, der seither als Leitmotiv seiner Arbeit dient: „Keine Digitalisierung ohne Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau.“ Das Ziel sei ein Kulturwandel in der öffentlichen Verwaltung – weg vom Digitalisieren analoger Formulare, hin zu durchgängig digitalen Prozessen, die Bürger entlasten und Unternehmen schneller zu Ergebnissen bringen.

Modernisierungsfonds und Bürokratieentlastung

Dass es dabei nicht bei Ankündigungen bleibt, soll ein ganzes Bündel an Maßnahmen belegen. Bereits seit dem vergangenen Jahr speist das Land einen Modernisierungsfonds, in den jedes Ressort jährlich 1,2 Prozent seiner Personalstellen abgibt. Daraus stehen rund 20 Millionen Euro pro Jahr für Modellprojekte bereit – für neue Organisationsformen, digitale Verfahren und schlankere Prozesse. „Wenn die Projekte funktionieren, werden sie skaliert und ausgerollt. Wenn nicht, werden sie wieder eingesammelt“, beschreibt Geue das Prinzip. Auf den Bundeshaushalt übertragen entspräche das einer jährlichen Innovation von über einer Milliarde Euro.

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