Einheitliches und barrierefreies UX-Design
KERN wird Produkt des IT-Planungsrats

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Verwaltungen, die ihre digitalen Dienste barrierefrei und übersichtlich gestalten wollen, müssen nicht bei null anfangen, sondern können KERN UX als Standard und Designsystem nutzen. Mit der Produktübernahme durch die FITKO soll dessen langfristige Weiterentwicklung gesichert werden.

In Vergabeverfahren für neue Produkte kann KERN als nicht-technische Anforderung definiert werden.(Bild: ©  Georgii – stock.adobe.com)
In Vergabeverfahren für neue Produkte kann KERN als nicht-technische Anforderung definiert werden.
(Bild: © Georgii – stock.adobe.com)

Das Ziel ist klar: Digitale Verwaltungsangebote sollen nutzerfreundlich, barrierefrei und intuitiv bedienbar sein. Vorgaben zur Umsetzung gibt es auch (BITV 2.0, DIN SPEC 66336). Aber bei jeder neuen Entwicklung einer Benutzeroberfläche von vorn zu beginnen, kostet sehr viel Zeit und Geld und führt zu uneinheitlichen Ergebnissen. Sehr viel besser dagegen: ein einheitliches Design-System. Und das steht mit dem KERN-UX-Standard als Open Source bereits zur Verfügung. KERN hat sich als praxistauglich erwiesen, wird von mehreren IT-Dienstleistern bereits genutzt, von einer über 500 Mitglieder umfassenden Community getragen – und ab 2027 soll es auch in das Produktportfolio des IT-Planungsrates (IT-PLR) übernommen werden.

Das Föderale IT-Architekturboard hatte die Aufnahme bereits im März einstimmig befürwortet, mit dem Vermerk, man sehe „großes Potenzial in Bezug auf Interoperabilität, Nachnutzbarkeit, Standardisierung und Skalierbarkeit“. In seiner 50. Sitzung hat der IT-PLR diese Produktübernahme beschlossen – vorbehaltlich des erfolgreichen ­Abschlusses der Prüfungen ­gemäß dem Produktmanagementmodell. Laut dem beigefügten Bericht ist der Großteil der Produktkriterien bereits erfolgreich geprüft. Dazu gehören zum Beispiel Nachnutzung und IT-PLR-Zielausrichtung, Barrierefreiheit und rechtliche Voraussetzungen. Bei verbleibenden Punkten wie IT-Sicherheit, Datenschutz und Architektur werden bislang keine kritischen Themen gesehen. Die FITKO soll die Prüfung der Kriterien und die Vorbereitung der Produktübernahme bis 1. Januar 2027 abschließen.

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