Policy Paper zur Cloud-Souveränität
Handlungsfähigkeit der Verwaltung stärken

Von Nicola Hauptmann 3 min Lesedauer

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In ihrem aktuellen Policy Paper beschäftigen sich DigitalService und NExT e. V. mit der riskanten Abhängigkeit der Verwaltung von außereuropäischen Cloud-Anbietern. Sie mahnen ein Umdenken an und formulieren Handlungsempfehlungen.

Kulturwandel und Umkehr der Begründungspflicht: „Wer sich für eine abhängige Lösung entscheidet, muss das damit verbundene Risiko rechtfertigen, nicht umgekehrt“, heißt es im GovImpact Policy Paper.  (Bild: ©  ImageFlow – stock.adobe.com)
Kulturwandel und Umkehr der Begründungspflicht: „Wer sich für eine abhängige Lösung entscheidet, muss das damit verbundene Risiko rechtfertigen, nicht umgekehrt“, heißt es im GovImpact Policy Paper.
(Bild: © ImageFlow – stock.adobe.com)

„Unsicherheit lähmt Handlungsfähigkeit“ unter dieser Überschrift beschreibt das aktuelle Policy Paper von NExT e. V. und DigitalService die Ausgangslage in Bezug auf die souveräne Cloudnutzung in der öffentlichen Verwaltung. Die Politik habe die Bedeutung der digitalen Souveränität erkannt; das im April vorgestellte C3A-Framework (Criteria enabling Cloud Computing Autonomy) des BSI ermögliche auch erstmals „die strategische, rechtliche und technologische Prüfung von Cloud-Souveränität in sechs Dimensionen“. Doch wie das BSI selbst konstatiert, dienen die C3A als „richtungsweisender Handlungsrahmen, schaffen Transparenz, sind von sich aus jedoch nicht verbindlich.“

Die Last der Risikoabwägung verbleibe auf der Mitarbeiterebene, heißt es im Papier. Angst vor Fehlentscheidungen konserviere den Status quo. Hinzu kommen als weitere Hürden: die häufig noch fehlende technologische Reife und der höhere Aufwand bei der Integration souveräner europäischer Lösungen, eine Zersplitterung der Cloud-Infrastruktur mit mehreren parallelen Lösungen wie DVC-konformen Cloudservices oder Angeboten, die über Brokerportale, etwa von govdigital, beschafft werden können und die Unschärfe bei der Auslegung von digitaler Souveränität, eigene Auslegungen und „Souveränitäts-Washing“ durch globale Hyperscaler, nachdem eine „operationalisierbare Definition von digitaler Souveränität bis zur Einführung der C3A-Kriterien fehlte“. Das Papier macht demgegenüber die Bedrohungen deutlich – wie das Risiko von „Kill Switches“ und unbefugten Datenzugriffen oder Preissteigerungen bei fehlender Wechselfähigkeit.

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