Vom Klassenzimmer zum Kinderzimmer Die wachsende Kluft bei digitalen Kompetenzen
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„Der soziale Hintergrund sorgt für eine immer größer werdende Kluft bei den digitalen Kompetenzen von Jugendlichen“, sagt Dr. Markus Lörz vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) und Erstautor der 2026 veröffentlichten Studie zur sozialen Ungleichheit bei digitalen Kompetenzen.
Wer hat Zugang zu digitalen Fähigkeiten – und wer bleibt außen vor? Dieser Frage widmet sich das Forschungsteam, bestehend aus Dr. Markus Lörz, Leiter der Forschungsgruppe „Entstehung und Abbau von Bildungsungleichheiten im Kindes- und Jugendalter“ am DIPF, Prof. Dr. Birgit Becker, Soziologin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, sowie den Erziehungswissenschaftlern und Schulpädagogen der Universität Paderborn, Dr. Jan Niemann, Dr. Kerstin Drossel und Prof. Dr. Birgit Eickelmann, in ihrer 2026 veröffentlichten Studie „Social inequality in digital competencies among students in Germany: A trend analysis using ICILS data 2013-2023“. Darin zeigt eine Datenanalyse im Zeitraum von zehn Jahren, dass die sozialen Unterschiede in den digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern steigen. Für die meisten Kinder aus bildungsnahen Familien bedeutet es, dass sie deutlich bessere digitale Kompetenzen entwickeln können als Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Dafür sind laut den Forschenden insbesondere das kulturelle Umfeld im Elternhaus und die Schulart ausschlaggebend.
Methodik und Auswertung der ICILS-Daten
Im Rahmen einer Sekundäranalyse untersuchten die Forschenden, wie sich die digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zwischen 2013 und 2023 je nach sozialem Hintergrund entwickelten. Datengrundlage war die internationale Studie „International Computer and Information Literacy Study“ (ICILS), in der die Computer- und Informationskompetenzen von Achtklässlern erfasst wurden. Laut dem Forschungsteam eignen sich die Daten aufgrund der standardisierten Tests und der Hintergrundinformationen über die Lebensumstände der Schülerinnen und Schüler hervorragend, um Veränderungsmuster in digitaler Ungleichheit im Laufe der Zeit nachzuzeichnen.
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