25. eGovernment-Wettbewerb Silberjubiläum mit Signalwirkung

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Mit dem Beginn der Bewerbungsrunde fiel am 23. Februar der Startschuss für die Jubiläumsausgabe des eGovernment-Wettbewerbs. Novum im 25. Jahr: Nachhaltigkeit bildet künftig ein Querschnittskriterium über die vier ausgelobten Kategorien hinweg.

Jon Abele, Partner und Mitglied der Geschäftsführung bei BearingPoint: „Die Verwaltungsmodernisierung verlangt nach mutigen Ideen.“(Bild: ©  Chris Hirschhaeuser)
Jon Abele, Partner und Mitglied der Geschäftsführung bei BearingPoint: „Die Verwaltungsmodernisierung verlangt nach mutigen Ideen.“
(Bild: © Chris Hirschhaeuser)

Elster, Online-Ausweisfunktion, Efa-Prinzip: Seit der Jahrtausendwende sind in der Welt der Verwaltungsdigitalisierung viele Ideen und Projekte entstanden – manche scheiterten kläglich, andere bilden noch heute das Fundament für den digitalen Wandel und wurden sukzessive weiterentwickelt; die Jury des eGovernment-Wettbewerbs hat sie nahezu alle gesehen.

Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert liefert der eGovernment-Wettbewerb wichtige Impulse für die Verwaltungsdigitalisierung. Die Ausrichter sprechen selbstbewusst von einem „Leitformat für die digitale Transformation und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gemeinsam mit IT-Anbieter Cisco hat BearingPoint öffentliche Organisationen, Behörden, Sozialversicherungsträger und Gesundheitsorganisationen erneut dazu aufgerufen, ihre Projekte einzureichen. Die Bewerbungsfrist begann am Montag, 23. Februar, und endet am Sonntag, 17. Mai 2026.

Nachhaltigkeit wird Querschnittskriterium

Der Wettbewerb richtet seine Kategorien kontinuierlich an aktuellen Techniktrends und realen Herausforderungen aus. So haben die Veranstalter im laufenden Jahr entschieden, das vormals eigenständig verankerte Thema der Nachhaltigkeit fortan zum Querschnittskriterium in allen vier ausgelobten Kategorien zu machen.

Das erste Motto „Digitalisierungsschub durch KI und moderne Infrastruktur“ spricht dabei für sich selbst, in der zweiten Kategorie „Kundenzentrierte Verwaltungsprozesse von Anfang bis Ende neu gedacht“ stehen nutzerfreundliche End-to-End-Prozesse im Mittelpunkt. Der Bereich „Nachhaltiger Wandel durch Staatsmodernisierung & Verwaltungstransformation“ berücksichtigt Projekte, die auf Reformdruck, Fachkräftemangel und neue Arbeitsweisen reagieren. Die vierte Kategorie „Souveränität, Sicherheit und Stabilität digitaler Infrastrukturen“ adressiert resiliente und vertrauenswürdige digitale Ökosysteme.

Jon Abele, Partner und Mitglied der Geschäftsführung bei BearingPoint, sieht den Wettbewerb als Gradmesser für die Entwicklung des Sektors: „Seit 25 Jahren zeigt der eGovernment-Wettbewerb, wie Innovationen den öffentlichen Sektor nachhaltig verbessern können – von den ersten Online-Verwaltungsservices über Open-Data-Initiativen und moderne Cloud-Architekturen bis hin zu KI-gestützten, datenbasierten Verwaltungsprozessen.“

Verwaltungsmodernisierung bedeute dabei weit mehr als Effizienz. „Es geht um Vertrauen, Transparenz und Bürgernähe – und letztlich darum, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger spürbar zu verbessern.“

Jury- und Publikumspreis

Eine unabhängige Jury aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien bewertet die Einreichungen nach Kriterien wie Innovationsgrad, Nutzen, Skalierbarkeit, Übertragbarkeit, gesellschaftliche Relevanz und Nachhaltigkeit. Ein Highlight ist der Publikumspreis, der durch die Öffentlichkeit vergeben wird. Nach Ende der Bewerbungsfrist finden am 6. und 7. Juli die virtuellen Finalistentage statt, bei denen die Jury über die interessantesten Projekte abstimmt. Vom 8. Juli bis 20. August läuft das Publikumsvoting, die Preisverleihung erfolgt am 2. und 3. September auf dem Ministerialkongress in Berlin.

Neben der Sichtbarkeit fürs eigene Projekt dürfte die Aussicht, voneinander zu lernen, besonders verlocken; alles dem höheren Ziel untergeordnet, die Übertrag- und Skalierbarkeit erfolgreicher Lösungen zu vereinfachen und die Verwaltungsmodernisierung im DACH-Raum gezielt voranzutreiben.

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