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Phasenplanung von Test-, Übergangs- und Produktivbetrieb
Wichtig in der Phase der Einführung sind vor allem die Abstimmung mit verknüpften Anwendungen und Projekten und auch die geeignete zeitliche Koordination mit den Arbeitsrhythmen der Organisation. Dazu werden Intervalldarstellungen (vgl. Lankes et al. 2005) herangezogen, die eine Phasenplanung von Test-, Übergangs- und Produktivbetrieb ermöglichen.
In der Phase der Reife und Wartung stehen die Methoden und Perspektiven des IT-Controlling im Zentrum. Kriterien für das Betriebsverhalten von Hard- und Software bilden die Grundlage für Entscheidungen im Bereich des Übergangsmanagements: Aus der Analyse der Kosten je Arbeitsplatz oder Ausfallzeiten, Nutzerbeschwerden, aber auch Lizenzzeiträume können erforderliche Anpassungen und Reparaturen oder auch Releasewechsel und Ersatzzeitpunkte bestimmt werden.
Das Ebenenmodell des IT-Bebauungsplans
Die Informationsbereitstellung für das IAM erfolgt über das Instrument eines IT-Bebauungsplans. Dieser liefert durch eine geeignete Strukturierung und Filterung von Informationen zur IT-Landschaft problemorientierte Darstellungen. Die Informationsdimensionen eines solchen IT-Bebauungsplans können anhand eines Ebenen-Modells dargestellt werden (vgl. auch Weill/Broadbent 1998; Hagel III/Brown 2001; Krcmar 2005). Ziel muss es sein, die Zusammenhänge innerhalb und zwischen den Ebenen zu identifizieren und abzubilden.
Die Ebene Basistechnologie bildet technologische Grundlagen und Plattformen ab, die sowohl in Zusammenhang mit physischer Infrastruktur beziehungsweise Anwendungen stehen als auch spezifische Kenntnisse bei Mitarbeitern erfordern. IT-Infrastruktur fasst Hardware- und Software-Basiskomponenten zusammen, die die Grundlage für den IT-Betrieb bilden. Auf der Ebene Anwendungen werden unterschiedliche Fachanwendungen ebenso wie klassische Office-Software dargestellt.
Basierend auf Infrastruktur und Anwendungen werden sogenannte IT-Services definiert, die die gemeinsame Schnittstelle oder das Produkt gegenüber den Kunden aus den Fachbereichen darstellen. Von fachlicher Seite ist es wichtig, Geschäftsprozesse in Abhängigkeit zu IT-Services und Anwendungen darstellen zu können, ebenso wie Nutzer oder Anwender von Prozessen, Services und Anwendungen.
Fazit
Auf der Basis des Zyklus des IAM sowie des Ebenenkonzepts für den Aufbau eines IT-Bebauungsplans kann Architekturmanagement für das eGovernment an individuellen Bedürfnissen ausgerichtet werden. Das IAM stellt geeignete Planungsmethoden zur Verfügung, die Softwarekartografie liefert Darstellungsformen, die für die Kommunikation zwischen IT-Fachleuten und Politikern geeignet sind. Das IT-Architekturmanagement ermöglicht eine gezielte Ausrichtung der IT-Landschaft an den Erfordernissen der aktuellen eGovernment-Strategie.
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