MACH-Nachfolge geregelt Drechsler wird CEO, Kohlhardt wechselt zu Dataport

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Bei der Lübecker MACH GmbH steht der Führungswechsel fest. CFO Andreas Drechsler übernimmt zum 1. Juli 2026 die Position des Chief Executive Officer. Der bisherige CEO Matthias Kohlhardt verlässt das Unternehmen, um zum 1. Januar 2027 den Vorstandsvorsitz beim öffentlichen IT-Dienstleister Dataport zu übernehmen.

Andreas Drechsler bekleidet ab Juli 2026 den CEO-Posten der Lübecker MACH GmbH.(Bild:  MACH GmbH)
Andreas Drechsler bekleidet ab Juli 2026 den CEO-Posten der Lübecker MACH GmbH.
(Bild: MACH GmbH)

Andreas Drechsler ist seit vier Jahren Teil der Geschäftsführung des Lübecker Softwareanbieters MACH und verantwortet dort die Finanzen sowie die strategische Entwicklung. Seit kurzem ist bekannt, dass er Matthias Kohlhardt als CEO der MACH GmbH beerben wird. Insgesamt verfügt der designierte CEO über mehr als zwanzig Jahre Führungserfahrung in der Softwarebranche. Den bisher eingeschlagenen Kurs von MACH will er fortsetzen: „Unsere Strategie bleibt klar auf nachhaltiges Wachstum, technologische Innovation und langfristige Kundenbeziehungen ausgerichtet“, erklärt Drechsler. Seinem Vorgänger Matthias Kohlhardt dankt er „für die enge Zusammenarbeit der letzten Jahre“ sowie „die starke Basis, auf der wir weiter aufbauen können“.

Kohlhardt wechselt die Sektorgrenze

Mit dem Schritt zu Dataport vollzieht Kohlhardt einen seltenen Sprung von einem privatwirtschaftlichen GovTech-Anbieter und Softwarehersteller zu einem der größten öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleister Deutschlands. Die Anstalt öffentlichen Rechts arbeitet für die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt sowie die Steuerverwaltungen Niedersachsens. An der Dataport-Spitze löst Kohlhardt Dr. Johann Bizer ab, der das Unternehmen seit 2011 als Vorstandsvorsitzender führt. Bei MACH hatte Kohlhardt den CEO-Posten erst im April 2022 übernommen; sein Vertrag war zuvor vorzeitig bis Ende 2027 verlängert worden.

Eigentümer setzt auf Kontinuität

Hinter MACH steht seit einiger Zeit der niederländische Software-Investor Main Capital Partners als Mehrheitsgesellschafter. Das Private-Equity-Haus nutzt das Unternehmen als zentrale Plattform für eine Buy-and-Build-Strategie im deutschen GovTech-Markt. Allein in den vergangenen Jahren wurden Data-Plan, Form-Solutions, Bildbau, mps public solutions und zuletzt die SMS System-Management Stiewi GmbH in die Gruppe integriert. Die Unternehmensgruppe erzielt nach Angaben von Main Capital inzwischen mehr als 75 Millionen Euro Umsatz, beschäftigt über 600 Mitarbeitende und betreut rund 4.000 kommunale Kunden.

Sven van Berge Henegouwen, Partner bei Main Capital Partners, begründet die interne Lösung mit Drechslers Insiderkenntnis: „Andreas Drechsler kennt das Unternehmen seit vielen Jahren auf allen Ebenen und genießt unser volles Vertrauen. Mit seiner Erfahrung und Führungsstärke ist er hervorragend geeignet, die nächste Wachstumsphase von MACH erfolgreich zu gestalten.“

Schlüsselrolle in der Verwaltungsdigitalisierung

MACH zählt mit zu den relevantesten Anbietern von Standardsoftware für die öffentliche Verwaltung in Deutschland. Nach eigenen Angaben arbeiten mehr als 100.000 Nutzerinnen und Nutzer in Bundes- und Landesbehörden, Kommunen, Hochschulen sowie kirchlichen Einrichtungen mit Lösungen aus Lübeck. Über die Finanzsysteme des Unternehmens wird zudem mehr als die Hälfte aller Auszahlungen von Bundesbehörden abgewickelt. Vor dem Hintergrund der OZG-Umsetzung und der weiteren Konsolidierung im deutschen GovTech-Markt dürfte der Doppelwechsel branchenweit aufmerksam beobachtet werden – nicht zuletzt, weil Kohlhardt künftig auf der Auftraggeberseite jener öffentlichen Verwaltung sitzt, die zu MACHs Kernkundschaft zählt.

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