Offiziell vorgestellt Deutschlands EUDI-Wallet heißt d-you

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Das BMDS hat der deutschen EUDI-Wallet einen Namen gegeben: d-you. Damit beendet das Ministerium die Spekulationen rund um die Bezeichnung der deutschen Iteration der digitalen Geldbörse, die ab Anfang 2027 Personalausweis, Führerschein und amtliche Nachweise auf dem Smartphone speichern soll.

Millionen von Deutsche werden künftig die d-you App auf ihrem Smartphone verwenden, um sich gegenüber Autoritäten auszuweisen, Bankgeschäfte zu erledigen, oder ihr Alter im Internet nachzuweisen.(Bild:  BMDS)
Millionen von Deutsche werden künftig die d-you App auf ihrem Smartphone verwenden, um sich gegenüber Autoritäten auszuweisen, Bankgeschäfte zu erledigen, oder ihr Alter im Internet nachzuweisen.
(Bild: BMDS)

„Design is not just what it looks like and feels like. Design is how it works.“ Dieses Zitat stammt aus der New York Times, in welcher Steve Jobs 2003 anlässlich der Einführung des iPods interviewt wurde. Es mag Zufall sein, dass das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung den gleichen Tag wie den der (stets mit Spannung erwarteten) jährlichen Apple-Keynote ausgewählt hat, um den Namen der deutschen Variante der EUDI-Wallet preiszugeben. Das Thema Design, Wahrnehmung und Akzeptanz der Nutzerinnen und Nutzer – Kernkompetenzen von Apple – dürften jedoch beim kreativen Auswahlprozess des Wallet-Namen eine tragende Rolle gespielt haben.

Auf seiner Webseite schreibt das Ministerium hinsichtlich der Etymologie, dass das „d“ sowohl für digital und für Deutschland gelesen werden könne. Das „you“ stelle die Nutzerin und den Nutzer in den Mittelpunkt. Es verweise zugleich auf den europäischen Rahmen, in welchem die Wallet entstehe. Die Gestaltung des Icons folge mit kleinen Buchstaben, die unaufdringlich und modern wirken sollen, derselben Logik.

Auch in Bezug auf das Logo habe man sich Gedanken gemacht. Es greife die Hand als zentrales Element auf. Die Hand stehe für Individualität, Menschlichkeit und Vertrauen. Insbesondere stehe sie aber für Selbstbestimmung und Kontrolle. Etwas selbst „in der Hand zu haben“ unterstreiche den Kerngedanken der Wallet. Bürgerdaten in Bürgerhand. Das zweite Element des Logos sei die Wallet selbst. Sie stehe für einen vertrauten Ort, an dem wichtige Karten und Nachweise sicher, geordnet und griffbereit aufbewahrt werden können. Dieses Prinzip werde in die digitale Welt übertragen und soll einfach, funktional, intuitiv sowie alltagstauglich sein.

Große Hoffnungen in digitale Brieftasche

„Mit d-you entwickeln wir eine digitale Anwendung, die echten Mehrwert bietet, den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Vertrauen schafft. Die deutsche EUDI-Wallet ist nutzerfreundlich und sicher, schafft Transparenz und Kontrolle über die eigenen Daten und funktioniert überall in Europa. Um d-you herum entsteht ein Ökosystem, das neue Anwendungen, innovativere Geschäftsmodelle und effizientere Verwaltungsleistungen ermöglicht“, so Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger.

Die App soll aller Voraussicht nach zum zweiten Januar 2027 für alle Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sowie sämtliche Personen mit Aufenthaltstitel zum Download angeboten werden. Der Funktionsumfang der deutschen Variante der EUDI-Wallet soll im laufenden Betrieb sukzessive ausgebaut werden. Zum Start sollen einige wenige Basisfunktionen bereit stehen.

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