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Vier Beispiele für 304 Maßnahmen
Stellvertretend für die bewilligten Maßnahmen verdeutlichen die folgenden Beispiele das Grundprinzip des realen Nutzens für beide Seiten:
- 1. Krypto-Handys, sichere Notebook-Anbindung und Personal Digital Assistants (PDAs) sollen die Sicherheit der mobilen Kommunikation in den Bundesbehörden erhöhen. Diese Investitionen kommen Herstellern der Produkte ebenso zugute wie Dienstleistern, die für die Implementierung hinzugezogen werden.
- 2. Bereits bestehende elektronische Formen der Zusammenarbeit, das heißt, unternehmens- und behördenübergreifende Geschäftsprozesse, werden schneller als bisher geplant ausgebaut. Dadurch werden Wirtschaft und Verwaltung von Bürokratiekosten entlastet, die dienstleistungsorientierte IT-Wirtschaft wird gestärkt.
- 3. Mit dem Green-IT-Kompetenz- und Musterrechenzentrum wird die Bundesverwaltung umweltfreundlicher, und es werden Kenntnisse und Erfahrungen zum Thema Green-IT gebündelt. Zudem werden die dort entwickelten Lösungen nicht nur der Bundesverwaltung zur Verfügung stehen. Auch private Unternehmen können sich kompetente Unterstützung in Sachen Green-IT holen. Außerdem sind Beschaffungsmaßnahmen der Ressorts zur Modernisierung der eigenen IT unter dem Gesichtspunkten Klimaschutz und Energieeffizienz vorgesehen.
- 4. Durch das Kompetenzzentrum für Open Source Software (OSS) erhöht sich aufgrund entfallender Lizenzausgaben mittel- und langfristig die Wirtschaftlichkeit der Bundes-IT. Zugleich werden OSS-Projekte in der gesamten Bundesverwaltung finanziert. Diese einmal entwickelten Lösungen werden anderen Behörden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Maßnahmen fördern die fast ausschließlich kleine und mittelständische OSS-Wirtschaft und sind zugleich eine Investition in die Zukunft, da Europa im Vergleich zum amerikanischen und asiatischen Raum besonders stark bei der OSS-Entwicklung und OSS-Nutzung ist. Eine Studie im Auftrag der EU-Kommission sieht bis Ende 2010 einen OSS-Anteil von rund 32 Prozent an allen IT-Services.
Gestärkt aus der Krise
Das IT-Investitionsprogramm soll der deutschen IKT-Wirtschaft helfen, die Krise nicht nur zu überstehen und ihr Personal zu halten, sondern gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
Jetzt geht es darum, dass Verwaltung und Wirtschaft schnell und partnerschaftlich agieren. Die Mittel müssen jetzt abfließen und die Projekte rasch von der Planungs- in die Umsetzungsphase übergehen.
Wenn uns das gelingt, wird das IT-Investitionsprogramm einen wesentlichen Beitrag leisten, dass Deutschland bis 2013 zu einem international führenden IT-Standort mit großer Bürgernähe, hoher Verwaltungseffizienz und geringen Bürokratiekosten wird.
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