Nachbericht zum Fabasoft eGov-Day 2026 Wenn KI die Arbeit mit der E-Akte vereinfacht

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Auf dem eGov-Day 2026 in Berlin veranschaulichte Fabasoft, wie künstliche Intelligenz die elektronische Aktenführung bereichern kann. Vertrauenswürdige KI-Assistenten innerhalb der fachlichen Prozesse sollen dabei die Antwort sein.

In seiner Keynote ging Fabasoft-Vorstandsmitglied Matthias Wodniok auf das Thema Wahlfreiheit der öffentlichen Hand ein.(Bild: ©  Fabasoft)
In seiner Keynote ging Fabasoft-Vorstandsmitglied Matthias Wodniok auf das Thema Wahlfreiheit der öffentlichen Hand ein.
(Bild: © Fabasoft)

„Government with Trusted Intelligence“, unter diesem Motto hatte Fabasoft für den 6. Oktober zum eGov-Day 2026 ins Humboldt Carré nach Berlin eingeladen. Mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen waren der Einladung gefolgt, um sich genauer darüber zu informieren, wie sich KI in bestehende Verwaltungsprozesse einbinden lässt. Entscheidend ist dabei laut Fabasoft, dass die KI nicht nur einzelne Dokumente analysiert, sondern den gesamten Kontext eines Vorgangs erfasst.

Genauer umriss Matthias Wodniok, Vorstandsmitglied bei Fabasoft, das Unternehmensziel in seiner Keynote: „Wir wollen die Leistungsfähigkeit der Verwaltung mit KI stärken und dabei das Vertrauen bewahren, das staatliches Handeln braucht.“ Next Generation Government sei für Fabasoft der nächste Entwicklungsschritt der Verwaltung. Digitale Akten, Prozesse und KI sollen enger zusammenarbeiten, die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen verbleibe beim Menschen.

Die Grundlage bildet die E-Akte, die Dokumente mit Vorgang, Bearbeitungsstand und Zuständigkeiten verknüpft. Darauf aufbauend soll KI bestehende Inhalte verdichten, Fragen beantworten und Arbeitsschritte vorbereiten. Fabasoft spricht vom Prinzip „Move the AI, not the Data“: Die KI-Unterstützung wird direkt in die Arbeit mit der E-Akte eingebunden. Als praxisnahes Beispiel diente die Plausibilitätsprüfung aus dem SPARK-Projekt des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.

Fabi im Fachprozess

Wie das im Alltag aussieht, verdeutlichte Stefan Arnold, Head of Fabasoft eGov-Suite, am KI-Assistenten Fabi. Er beantwortet Fragen zu laufenden Vorgängen, prüft Dokumente auf widersprüchliche Angaben, fasst Inhalte zusammen und erstellt Antwortvorschläge. Auch Informationen für Vorlagen trägt er zusammen.

Nach Angaben von Fabasoft entfällt dadurch ein Teil der manuellen Recherche. Fabi arbeitet im jeweiligen fachlichen Kontext und berücksichtigt Zugriffsrechte; die Beschäftigten prüfen die Ergebnisse und entscheiden.

Arnold warnte vor Beliebigkeit: „Eine Technologie, die fast alles ein wenig kann, verführt dazu, sie überall ein bisschen einzusetzen. Und dann haben Sie am Ende: viel KI und wenig Wirkung.“ KI solle gezielt dort eingesetzt werden, wo sie einen konkreten Arbeitsschritt erleichtert.

Betriebsmodell frei wählbar

Technische Basis ist laut Fabasoft der Fabasphere AI Core aus Fabasoft Cloud und Mindbreeze AI. Dank Cloud-nativer Architektur lässt sich die Fabasphere in der Government Cloud, einer Private Cloud oder bei einem Hyperscaler betreiben. Behörden können das Modell so an IT-Strategie und Sicherheitsanforderungen anpassen. Offene Standards sollen die Anbindung bestehender Systeme erleichtern.

Wodniok verknüpfte eben diesen Anspruch mit der Forderung nach digitaler Souveränität: „Die öffentliche Hand muss selbst entscheiden können, welche Technologien sie einsetzt und wo ihre Daten verarbeitet werden.“ Als europäischer Hersteller wolle Fabasoft ermöglichen, dass Behörden diese Entscheidungen mit europäischen Technologien treffen. Das Veranstaltungsmotto „Government with Trusted Intelligence“ steht demnach für zwei Anliegen: KI unterstützt bei der täglichen Arbeit, Verantwortung und Datenkontrolle bleiben bei der Verwaltung.

Weitere Informationen

Zusätzliche Eindrücke und Inhalte vom Fabasoft eGov-Day 2026 finden sich auf der entsprechenden Landingpage.

Fabasoft eGov-Day 2026

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