Digitale Beteiligungsplattform
Demokratie partizipativer und transparenter machen

Von Nicola Hauptmann 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Kommunalverwaltung ist kein Selbstzweck, sie soll Bürgerinnen und Bürgern dienen. Was liegt näher als diese direkt mit einzubinden? Der gemeinnützige Verein Liquid Democracy hilft Kommunen dabei – mit einer kostenfreien Plattform und Vernetzungsformaten.

Laura Giesen (2. v. r.) und Maria Lederer (2. v. l.), Liquid Democracy e. V., im Gespräch.(Bild:  Stefanie Loos | Schwarzkopf-Stiftung)
Laura Giesen (2. v. r.) und Maria Lederer (2. v. l.), Liquid Democracy e. V., im Gespräch.
(Bild: Stefanie Loos | Schwarzkopf-Stiftung)

Verwaltungsdigitalisierung muss nicht immer von den Verwaltungen selbst ausgehen. Gerade im Bereich der Bürgerbeteiligung gibt es Initiativen der Zivilgesellschaft, die neue Ideen einbringen – und auch umsetzen. Der gemeinnützige Verein Liquid Democracy e. V. etwa, der sich seit über 15 Jahren mit demokratischer Teilhabe beschäftigt, ist nicht nur für die technische Weiterentwicklung der Beteiligungsplattform mein.Berlin.de zuständig, sondern bietet Unterstützungsangebote und eine Open-Source-Beteiligungsplattform für alle Kommunen an. „Liquid Democracy hat das Ziel, unsere Demokratie partizipativer und transparenter zu machen, vor allem auch den Zugang für alle gleichermaßen zu ermöglichen. Wir setzen das hauptsächlich durch Softwareentwicklung und auch Wissensvermittlung und Forschung in dem Bereich um“, erklärt Laura Giesen, Project Manager bei Liquid Democracy. Sie ist zuständig für die Open-Source-Beteiligungsplattform adhocracy+ und verantwortet darüber hinaus das Projekt: Lokal. Digital. Gemeinsam. Mit diesem Weiterbildungs- und Vernetzungsprogramm unterstützt der Verein Verantwortliche in kleinen und mittleren Gemeinden, die digitale Beteiligung umsetzen.

Von Hitzeschutz bis Zukunftshaushalt

Hitzeschutz ist ein wichtiges Thema in den Kommunen und wird es bleiben. Das spiegelt sich auch in der Nutzung der Beteiligungsplattform, wie Laura Giesen berichtet. Einige Kommunen seien bereits dabei Hitzeschutzkonzepte zu entwickeln; andere erstellten im ersten Schritt Karten, auf denen etwa kühle Orte markiert werden können. Als weiteres, häufig genutztes Beteiligungsformat nennt sie Bürgerhaushalte. Ein Beispiel, von dem man gerne erzähle, sei der Zukunftshaushalt in Werder/Havel. Auf der Plattform könnten alle ihre Ideen einreichen, wie das Geld eingesetzt werden soll. „Aber am Ende sind es Kinder und Jugendliche, die in den Schulen darüber abstimmen, welche Projekte denn tatsächlich umgesetzt werden", erläutert Laura Giesen. Eine weitere Möglichkeit sei die Umgestaltung von öffentlichen Plätzen.