Preisverleihung auf der SCCON-Bühne Open Source Wettbewerb 2026: Gewinner gekürt

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Am dritten Tag der SCCON in Berlin fiel die Entscheidung im Open Source Wettbewerb für die Öffentliche Verwaltung. Erstmals wurde auch ein Preis in der Kategorie „Künstliche Intelligenz“ vergeben.

Finalisten und Jury beim Open Source Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung 2026.(Bild:  © Copyright Nicolas DET)
Finalisten und Jury beim Open Source Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung 2026.
(Bild: © Copyright Nicolas DET)

Der Open Source Wettbewerb für Behörden und öffentliche Institutionen fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt und stieß auf gewachsene Resonanz: 65 Projektteams aus Bund, Ländern und Kommunen waren dem Aufruf der Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. (OSBA) gefolgt. Zur Wahl standen vier Kategorien: Fachverfahren, Interne Verwaltungsanwendungen, Transformation und – neu in diesem Jahr – Künstliche Intelligenz. Die Fachjury wählte aus den Einreichungen zunächst zwölf Projekte für die Finalrunde aus. Am letzten Tag der Smart Country Convention (SCCON) wurde es spannend: Die Finalisten durften ihre Projekte in Live-Pitches vorstellen – dann fielen die Entscheidungen der Jury.

Die Gewinner-Projekte in den einzelnen Kategorien sind:

  • Fachverfahren: XMAS des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung Hamburg – mit dem frei verfügbaren Werkzeug können auch kleinere Kommunen Bebauungspläne erfassen und prüfen.
  • Interne Verwaltungsanwendungen: F13 des InnoLab_bw des Staatsministeriums Baden-Württemberg. Der KI-Assistent unterstützt Beschäftigte der Landesverwaltung bei der täglichen Arbeit mit Texten und Dokumenten, wobei Behörden auch eigene Funktionen ergänzen können. Die Jury würdigte insbesondere, dass eine wachsende Gemeinschaft den Assistenten länderübergreifend weiterentwickelt.
  • Transformation: KoliBri des ITZBund: Die Lösung stellt geprüfte Bausteine wie Schaltflächen, Formulare und Menüs für barrierefreie Websites und Online-Dienste bereit.
  • Künstliche Intelligenz: BaKIM der Stadt Bamberg. Die Stadt wertet mit Hilfe von KI Drohnenfotos von Bäumen aus, u. a. um geschwächte Bäume früh zu erkennen, und stellt Software, KI-Modelle und Trainingsdaten zur freien Nutzung zur Verfügung.
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Mit dem Sonderpreis für Strategie & Leadership wurde in diesem Jahr BMDS-Staatssekretär Dr. Markus Richter geehrt. Die Jury würdigte damit die schnelle und konsequente Veränderung der Rahmenbedingungen für Open Source, etwa durch die überarbeiteten EVB-IT, den Deutschland-Stack, mit dem der IT-Planungsrat offene, interoperable Standards für Bund, Länder und Kommunen verbindlich macht, oder durch die Bereitstellung der KI-Module aus dem SPARK-Projekt als Open Source.

Zudem wurde auch wieder der Community Award vergeben. Gewonnen hat ihn in diesem Jahr die Stadt Halle (Saale) mit ihrem Projekt HAL-Plan, das 349 von über 6.000 abgegebenen Stimmen auf sich vereinigte. Der Community-Preis wurde bereits am 13. Oktober im Open Source Park der OSBA verliehen.

Die OSBA ist Träger des Wettbewerbs und wird vom Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) als dem ideellen Träger unterstützt, das BMDS hat auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft übernommen. Ausrichter sind SUSE S.A. und Capgemini.

Die Jury

Die Jurymitglieder in diesem Jahr waren:

  • Katja Wilken, Präsidentin des Bundesverwaltungsamtes;
  • Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender der OSBA;
  • Leonhard Kugler, Geschäftsführer ZenDiS;
  • Holger Pfister, VP DACH bei SUSE;
  • Stefan Zosel, VP Global Cloud Lead Public Sector bei Capgemini;
  • Thomas Grosser, Geschäftsführer der Cloudogu GmbH;
  • Peer Heinlein, CEO der Heinlein Group;
  • Dr. Markus Noga, CTO der IONOS SE;
  • Martin Schallbruch, CEO der govdigital eG, sowie
  • Prof. Dr. Dirk Riehle, Professor für Open-Source-Software an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

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