Bürgerdienstleistungen
Digital möglich, analog genutzt

Von Johannes Kapfer 6 min Lesedauer

Die Berliner Verwaltung hat ihr digitales Angebot binnen zwei Jahren nahezu verdoppelt. Von den Bürgerinnen und Bürgern wird es jedoch nur zögerlich angenommen.

Welche Bürgerdienstleistung ist digital verfügbar und was nehmen die Bürgerinnen und Bürger wirklich in Anspruch? Diese beiden Fragen waren Teil einer Anfrage im Berliner Senat.(Bild: ©  papa papong – stock.adobe.com)
Welche Bürgerdienstleistung ist digital verfügbar und was nehmen die Bürgerinnen und Bürger wirklich in Anspruch? Diese beiden Fragen waren Teil einer Anfrage im Berliner Senat.
(Bild: © papa papong – stock.adobe.com)

Knapp über die Hälfte der 100 am häufigsten nachgefragten Bürgerdienstleistungen in Berlin lassen sich mittlerweile online beantragen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage von Jan Lehmann hervor, dem digitalpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion. Drei weitere Leistungen sollen noch 2026 folgen, eine weitere sei in Planung. 2024 wurde eine ähnliche Aufstellung angefordert. Damals waren es lediglich rund 30 digital verfügbare Leistungen.

Bei der Digitalisierung scheint die Berliner Verwaltung nach Nutzungshäufigkeit zu priorisieren. Dies sei laut Lehmann deutlich zu erkennen. Im Grunde genommen begrüße er dies. Schließlich würde dadurch die Bürgerschaft und die Verwaltung gleichermaßen entlastet. Wenngleich die Zahl der Leistungen sich seit der letzten Erhebung 2024 annähernd verdoppelt habe, dämpft Lehmann die Erwartungen. Es sei nicht davon auszugehen, dass dieses Tempo gehalten werden könne. Viele der noch zu digitalisierenden Dienstleistungen hätten komplexe rechtliche und organisatorische Herausforderungen, deren Bewältigung ihre gegebene Zeit beanspruche.

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