Louisa Solonar-Unterasinger im Interview
Hessen: Rückenwind für gemeinsame Lösungen

Von Nicola Hauptmann 7 min Lesedauer

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Wechselfähig und souverän sein, nicht alles neu erfinden, sondern gute Lösungen teilen: Hessens CIO Louisa Solonar-Unterasinger spricht über die Cloud- und KI-Strategie des Bundeslandes und die Erfahrungen beim flächendeckenden Rollout in den Kommunen.

Louisa Solonar-Unterasinger ist Chief Information Officer (CIO) und Bevollmächtigte für E-Government und Informationstechnologie des Landes Hessen.(Bild:  © HMD)
Louisa Solonar-Unterasinger ist Chief Information Officer (CIO) und Bevollmächtigte für E-Government und Informationstechnologie des Landes Hessen.
(Bild: © HMD)

Wie können Sie Ihre Erfahrung aus der österreichischen Bundesverwaltung in Ihre Arbeit als Landes-CIO einbringen, welche Unterschiede sehen Sie?

Solonar-Unterasinger: Im Bundesministerium für Finanzen bin ich damals früh in meiner Verwaltungskarriere mit Verwaltungsdigitalisierung in Berührung gekommen, habe auch große Projekte im Bund mit begleitet und dabei viel gelernt. Das kann ich jetzt sehr gut einbringen. Was ist anders? Mein Eindruck ist: In Österreich haben wir uns oft von Pragmatismus leiten lassen, die Arbeit war ohne Digitalisierung einfach nicht mehr zu bewältigen. Und natürlich spielen auch politische Weichenstellungen eine Rolle, wie die Entscheidung für die antragslose Familienbeihilfe, das ist das Pendant zum deutschen Kindergeld. Oder eben der ELAK, der elektronische Akt im Bund. Als ich 2015 im Finanzministerium angefangen habe, gab es die elektronische Aktenführung schon lange, ich habe also von Anfang an die digitalen Abläufe erlernt und kannte es gar nicht anders.