Schleswig-Holstein Linux-Umstellung abgeschlossen

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

Schleswig-Holstein meldet Vollzug: Die Umstellung vom Betriebssystem Windows auf die offene Lösung Linux wurde erfolgreich abgeschlossen.

Im Kieler Innovations- und Technologiezentrum (KITZ) besuchte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter kürzlich die 24. Open-Source-und-Linux-Tage.(Bild:  Staatskanzlei)
Im Kieler Innovations- und Technologiezentrum (KITZ) besuchte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter kürzlich die 24. Open-Source-und-Linux-Tage.
(Bild: Staatskanzlei)

Open-Source-Vorreiter Schleswig-Holstein hat den nächsten Meilenstein erreicht: In der Kieler Staatskanzlei wurden die Arbeitsplätze vom Windows-Betriebssystem auf Linux erfolgreich umgestellt. „Mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten inzwischen auf Linux und nutzen jetzt das seit vielen Jahren im Arbeitsalltag erprobte offene Betriebssystem“, erklärt Digitalminister Dirk Schrödter.

Schrödter: „Jetzt arbeiten die Mitarbeitenden der Staatskanzlei überall dort, wo es technisch möglich ist, nahezu vollständig auf Linux. Nur aktuell rund 20 Arbeitsplätze sind aufgrund bestehender technischer Abhängigkeiten, zum Beispiel in Fachverfahren, noch nicht umgestellt. Aber auch daran arbeiten wir."

Ziel sei eine „zukunftsfähige, stabile, sichere und vor allem digital souveräne Arbeitsumgebung“. Die Staatskanzlei sei bei der Umstellung vorangegangen, jetzt sollen schrittweise die weiteren Ministerien und Landesbehörden folgen. „Die Roll-out-Planung läuft auf Hochtouren“, so der Minister.

Die im Zusammenhang mit der Umstellung wichtige Vergabe des Linux-Supportauftrages ist laut Schrödter ebenfalls abgeschlossen: „Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Dataport wird das deutsche Open-Source-Unternehmen Gonicus den technischen Support für Linux übernehmen. Damit stellen wir nicht nur langfristig einen stabilen Betrieb sicher, sondern ermöglichen auch die Skalierung von Linux für die gesamte Landesverwaltung – und wir stärken gleichzeitig den Open-Source- sowie Digitalstandort Deutschland.“

Schleswig-Holstein setzt seine Open-Source-Strategie konsequent um. Nach eigenen Angaben wurden im vergangenen Jahr bereits die Bürosoftware auf LibreOffice, das Mailsystem auf Open-Xchange und die Video-Konferenzen auf OpenTalkumgestellt. Die vollständige Umstellung der Zusammenarbeitsplattform auf Nextcloud, des Verzeichnisdienstes auf Univention Nubus sowie der Umstieg der Telefonie auf die offene Lösung OSKAR sollen folgen.

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