SCCON-Session
Werkstattbericht zur bundesweiten Justizcloud

Von Nicola Hauptmann 4 min Lesedauer

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Ein Justiznetz als Game Changer, eine Start-up-Behörde, die eine AöR werden will, und ambitionierte Zeitziele: Bei der SCCON gab es interessante Einblicke zum Aufbau der Justizcloud.

Jan Spoenle, der Leiter des Aufbaustabs der Justizcloud-Einheit, stellte in seiner Präsentation auf der diesjährigen SCCON auch die Mehrwerte der Justizcloud vor.(Bild:  VIT/ Nicola Hauptmann)
Jan Spoenle, der Leiter des Aufbaustabs der Justizcloud-Einheit, stellte in seiner Präsentation auf der diesjährigen SCCON auch die Mehrwerte der Justizcloud vor.
(Bild: VIT/ Nicola Hauptmann)

Die Pläne zur bundesweiten Justizcloud sind bekannt, einschließlich der Finanzierung und des Stabes zum Aufbau, auch der aktuelle Stand wurde unlängst kommuniziert: Im August ging das Justiznetz in Betrieb, die Länder Baden-Württemberg und Niedersachsen haben sich angeschlossen. Aber ein Projekt, zumal ein so großes, wird nicht nur an den Vorhaben gemessen, sondern an den Menschen, die es umsetzen. Auf der diesjährigen Smart Country Convention gab es dazu Einblicke: Malte Büttner, Referatsleiter im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, und Jan Spoenle, der Leiter des Aufbaustabs der Justizcloud-Einheit beim Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, stellten in einer kompakten und lebendigen Session ihre Arbeit vor.

Sie umrissen zunächst kurz den Weg: von einer heterogenen IT-Landschaft, mit rund 160 Fachanwendungen in 16 Bundesländern und einem „Gewirr an Plattformen“ – die entsprechende Darstellung erinnerte eher an Fadengrafik und veranschaulichte die Lage somit deutlich – hin hin zur einheitlichen Cloud-Plattform für Bund und Länder. Betont wurde auch der Greenfield-Ansatz. Auf der neuen Plattform werden nur die modernen, Cloud-nativ entwickelten Anwendungen betrieben. Legacy-Anwendungen, allen voran die E-Akten, bleiben in ihren bisherigen Rechenzentren und werden über eine API-Plattform eingebunden. Das MVP (Minimum Viable Product) soll im Frühjahr 2027 bereitstehen, mit der Pilotanwendung für das Gemeinsame Fachverfahren (GeFa).