Mehr Unabhängigkeit von Microsoft
Bayerisches Digitalministerium will souveränen Arbeitsplatz konzipieren

Von Nicola Hauptmann 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bayerns umstrittener Microsoft-Deal fällt aus, konstatiert Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales auf LinkedIn. Geplant ist der Aufbau eines souveränen Arbeitsplatzes – und zwar zunächst im Digitalministerium selbst. SPD und Grüne begrüßen den Schritt, fordern aber mehr.

Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales(Bild:  StMD / Anne Hufnagl)
Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales
(Bild: StMD / Anne Hufnagl)

Souveräner Arbeitsplatz statt Microsoft-Abhängigkeit: In der föderalen Modernisierungsagenda vom Dezember 2025 haben Bund und Länder beschlossen, bis 31. März 2027 sicherzustellen, dass digital souveräne Alternativen (Souveräner Arbeitsplatz) zur proprietären IT-Arbeitsplatzsoftware zur Nutzung zur Verfügung stehen. Anfang 2026 machte dann der Streit um den „Bayern-Deal“ Schlagzeilen – die geplante Konsolidierung bestehender Microsoft-Lizenzen der Bayerischen Verwaltung. Gegenwind kam nicht nur von der Opposition und von Unternehmen, sondern auch aus dem Bayerischen Digitalministerium. Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring forderte eine Neubewertung des Projekts, nachdem sich die geopolitische Lage fundamental verändert habe. Digitale Souveränität sei dadurch zu einem Masterthema unserer Zeit geworden. Nach wie vor sieht er digitale Souveränität als eine „zentrale Zukunftsfrage für unseren Staat und seine Verwaltung".

Weil digitale Infrastruktur längst die Welt im Innersten zusammenhält, müssen wir sie krisenfest gestalten. Dazu gehört es, unsere Behörden unabhängiger von Unternehmen aus Übersee zu machen, die unserer Verwaltung den sprichwörtlichen Stecker ziehen könnten.

Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales, Mai 2026

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung