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Erfolgreicher Start eines „Mammutprojekts“
Der Personalausweis ist nicht nur eine kleine Hightech-Plastikkarte, sondern laut der Zeitschrift Technology Review sogar „eines der ambitioniertesten IT-Projekte weltweit.“ Die Einführung des neuen Ausweisdokuments am 1. November 2010 verlief erfolgreich. Die neue Technik stand von Beginn an in den Personalausweisbehörden (bis auf wenige Ausnahmen) zur Verfügung, sodass Bürgerinnen und Bürger ab dem ersten Tag den neuen Personalausweis beantragen konnten. Um dieses „Mammutprojekt“ zu stemmen, mussten viele Meilensteine bewältigt werden. Zu den wichtigsten umgesetzten Maßnahmen zählen:
- die Schaffung rechtlicher Grundlagen (z.B. PAuswG, PAuswV, PAuswGebV),
- die Produktion der Ausweiskarte,
- die Entwicklung eines Vergabesystems für Berechtigungszertifikate im Bundesverwaltungsamt,
- der Aufbau der zugehörigen Public-Key-Infrastruktur nach Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik,
- die Entwicklung der sogenannten AusweisApp, einer Software zur Nutzung des Personalausweises im Internet, und eines eID-Service, der auf die Infrastruktur des neuen Personalausweises ausgerichtet ist,
- die Beauftragung der Begleitforschung und Einbeziehung der Ergebnisse in das Projekt,
- die Begleitung des Anwendungstests, bei dem mehr als 300 Anwendungen getestet wurden,
- die Bereitstellung von Plakaten, Broschüren, Newslettern sowie eines Internetportals zum neuen Personalausweis
- Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Personalausweisbehörden und schließlich
- der Aufbau der in den Personalausweisbehörden erforderlichen Infrastruktur.
Dank all dieser Maßnahmen konnte bereits am 9. November 2010, acht Tage nach der Einführung, der erste Personalausweis einem Bürger ausgehändigt werden. In den ersten vier Wochen nach dem Start des Antragsverfahrens für die Ausstellung von Berechtigungszertifikaten wurden bereits 50 Bescheide für Anbieter erteilt (s.u.).
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