FITKO Das Sortiment wächst

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Der IT-Planungsrat hat die FITKO beauftragt, für weitere Produkte die Betreuung und den Vertrieb zu übernehmen. Damit wächst nicht nur das Portfolio der FITKO deutlich an. Auch die angestrebte Koordinierungsfunktion der FITKO wird dadurch deutlich gestärkt.

Die FITKO hat ihren Warenbestand erweitert
Die FITKO hat ihren Warenbestand erweitert
(© Jo Panuwat D – stock.adobe.com)

Die Föderale IT-Kooperation, kurz FITKO, hat zum 1. Januar im Auftrag des IT-Planungsrats dessen Produkte GovData, Behördennummer 115, FINK und FIT-Connect in ihr Produktmanagement aufgenommen. Damit sind auch die Geschäfts- und Koordinierungsstellen 115 und GovData offiziell in die FITKO übergegangen. Die Aufnahme aller Produkte des IT-Planungsrats in das Produktmanagement der FITKO ist Teil seiner Planung, die Aktivitäten weiter zu bündeln. Diese sieht vor, schrittweise alle Strukturen des Bund-Länder-Gremiums in die FITKO zu überführen.

Mit der Bündelung wesentlicher Strukturen des IT-Planungsrats übernimmt die FITKO eine zentrale Koordinierungsfunktion. Auf diese Weise soll die Steuerung bestehender und künftiger IT-Kooperationen von Bund, Ländern und Kommunen effektiver und zielgerichteter gestaltet werden.

Patrick Burghardt, CIO Hessens und diesjähriger Vorsitzender des IT-Planungsrats, erklärte dazu: „Die Zusammenarbeit von Bund und Ländern wird nicht nur durch die gemeinsame Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes immer intensiver. Im Ergebnis gibt es immer mehr gemeinsame Verfahren und Produkte, die im Auftrag des IT-Planungsrats bei der FITKO betreut werden. Die zentrale Aufgaben­wahrnehmung ist effizient und die Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland lässt sich nur wirtschaftlich und erfolgreich umsetzen, wenn Bund und Länder – unter Einbeziehung der Kommunen – gemeinsame Lösungen schaffen.

Burghardt abschließend: „Wir gehen unter hessischem Vorsitz im IT-Planungsrat im Jahr 2023 diesen Weg weiter. Die FITKO wächst und das ist gut und richtig.“

Geschäfts- und Koordinierungsstellen 115 und GovData

Über die Behördennummer 115 erhalten Bürger, die sich über eine bestimmte Verwaltungsleistung informieren möchten, telefonisch Auskunft. Die Geschäfts- und Koordinierungsstelle der 115 war 11 Jahre lang im Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) angesiedelt und wurde von insgesamt 11 Mitarbeitern betreut. In der FITKO werden künftig neun Mitarbeiter die Aufgaben übernehmen, davon waren zum 1. Januar bereits sieben Stellen besetzt.

Das Datenportal GovData bündelt offene Verwaltungsdaten aus allen föderalen Ebenen, um Verwaltungsmitarbeitern, aber auch Bürger, Unternehmen oder der Wissenschaft einen zentralen Zugang anzubieten. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass die bereitgestellten Open-Government-Daten auch von Dritten besser genutzt und weiterverwendet werden können. Verantwortlich für das Portal war bisher die Geschäfts- und Koordinierungsstelle GovData, die seit 2015 in der Hamburger Senatskanzlei eingerichtet war. Dort koordinierten insgesamt drei Mitarbeiter die Aktivitäten rund um das Portal. In der FITKO startet die Geschäftsstelle mit zunächst einer Person. Die Besetzung von zwei weiteren Stellen soll zeitnah erfolgen.

Weitere Produkte für das Produktmanagement der FITKO

Ebenfalls zum Jahresbeginn offiziell in das Produktmanagement der FITKO aufgenommen wurden das Föderierte Identitätsmanagement interoperabler Nutzerkonten (FINK) und FIT-Connect.

Die technische Infrastruktur FINK ermöglicht die Interoperabilität, also die technische Verbindung zwischen den Nutzerkonten von Bund und Ländern. Dadurch wird es Bürger:innen fortan ermöglicht, mit nur einem Nutzerkonto deutschlandweit Verwaltungsleistungen in Anspruch nehmen können. Das Produkt FINK umfasst neben den technischen Komponenten zur Verbindung der Nutzerkonten auch Beschreibungen der Schnittstellen des technischen Verbunds.

FIT-Connect stellt eine einheitliche IT-Infrastruktur zur Verfügung, die eine sichere Antragsübermittlung von Online-Antragsdiensten der öffentlichen Verwaltung oder IT-Systemen der Wirtschaft in die Fachverfahren der zuständigen Fachbehörden umsetzt. Die Übermittlung erfolgt über einheitliche, maschinenlesbare Schnittstellen. FIT-Connect erleichtert die Kommunikation der Nutzer:innen mit den Behörden während der gesamten Antragsstellung und unterstützt insbesondere den Flächen-Rollout von zentral betriebenen Online-Antragsdiensten. Die technische Infrastruktur von FIT-Connect integriert verschiedene bereits bestehende Standards und Produkte des IT-Planungsrats.

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