OSCI vs. FIT-Connect
Offener Brief an den IT-Planungsrat

Von Johannes Kapfer 3 min Lesedauer

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OSCI ablösen, FIT-Connect ausrollen? Der IT-Mittelstandsverband DATABUND widerspricht. In einem offenen Brief an den IT-Planungsrat warnt er vor unkalkulierbaren Migrationskosten und einer schiefen Kostenrechnung.

Never change a running system. Insbesondere bei kritischen Systemen, wie etwa der öffentlichen Verwaltung, könnte man meinen, dass dieser alte Admin-Spruch Beachtung findet. Doch die Zeichen stehen derzeit auf Wandel und das etablierte OSCI könnte nach und nach ersetzt werden.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Never change a running system. Insbesondere bei kritischen Systemen, wie etwa der öffentlichen Verwaltung, könnte man meinen, dass dieser alte Admin-Spruch Beachtung findet. Doch die Zeichen stehen derzeit auf Wandel und das etablierte OSCI könnte nach und nach ersetzt werden.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Der DATABUND e.V. wendet sich mit einem offenen Brief gegen eine Vorentscheidung im Streit um die föderalen Transportstandards. Anlass ist eine E-Mail von Staatssekretärin Anke Pörksen, mit der sie vom erweiterten Steuerungskreis des IT-Planungsrats eine Vorbefassung zum Vergleich OSCI gegen FIT-Connect fordert. Der Bundesverband der mittelständischen IT-Dienstleister und Softwarehersteller für den öffentlichen Sektor hält eine pauschale Umstellung für riskant und plädiert dafür, beide Standards im Deutschland-Stack zu verankern.

Unterschiedliche Zwecke, unterschiedliche Sicherheitsniveaus

Das zentrale Argument des Verbands ist, dass beide Verfahren verschiedene Aufgaben erfüllen. OSCI diene seit über 20 Jahren dem rechtssicheren Austausch zwischen Behörden und Unternehmen, sei in Innenverwaltung, Justiz und Kommunalverwaltung verbreitet und teilweise in Fachgesetzen verankert. Technisch arbeite der Standard mit doppeltem Briefumschlag, Authentifizierung über das Deutsche Verwaltungsdiensteverzeichnis (DVDV) und Zustellquittung. „Die BSI-geprüfte Sicherheit dieses Konzepts ist so hochwertig, dass XÖV-Nachrichten ohne weitere Prüfung zu hoheitlichen Beurkundungen führen können“, heißt es in dem Schreiben vom 28. August 2026. Auch das Four-Corner-Modell des NOOTS gehe auf dieses Konzept zurück.

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