gesponsertSmart Government Der resiliente Staat beginnt vor der Krise

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Cyberangriffe, Ausfälle kritischer Infrastrukturen, geopolitische Abhängigkeiten oder fehlende Fachkräfte: Dass öffentliche Verwaltungen resilienter werden müssen, ist Konsens.

(Bild: ©  Vasyl Helevachuk – stock.adobe.com)
(Bild: © Vasyl Helevachuk – stock.adobe.com)

Die Frage ist daher nicht mehr, ob Behörden Vorsorge treffen müssen, sondern wie sie ihre Handlungsfähigkeit unter außergewöhnlichen Bedingungen sichern. Dafür braucht es Transparenz über kritische Abhängigkeiten, souveräne Technologien und verfügbares Wissen.

Resilienz beginnt mit Transparenz

Wer die eigene Handlungsfähigkeit stärken will, muss zunächst wissen, wo die größten Abhängigkeiten und Risiken liegen. Welche Verwaltungsleistungen müssen auch in einer Krise verfügbar bleiben? Welche Fachverfahren, Daten, Infrastrukturen, Mitarbeitenden und Dienstleister sind dafür erforderlich? Welche Ausfälle lassen sich überbrücken – und wo gibt es kritische Single Points of Failure?

Eine Resilienz- und Reifegradanalyse schafft hierfür die notwendige Transparenz. Ausgangspunkt sind kritische Leistungen und Prozesse. Anschließend werden die dahinterliegenden Abhängigkeiten von IT, Daten, Infrastruktur, Personal und Dienstleistern betrachtet sowie Ausfallrisiken, Redundanzen, Wiederanlauffähigkeit und Ausweichverfahren bewertet.

Das Ergebnis ist ein Bild des Resilienzniveaus. Handlungsfelder werden nach Kritikalität und Wirkung priorisiert und in eine Roadmap überführt, die kurz- und langfristige Veränderungen sichtbar macht.

Nicht jede Verwaltungsleistung muss jederzeit in gleicher Form weiterlaufen. Entscheidend ist, unverzichtbare Leistungen, Abhängigkeiten und Alternativen zu kennen.

Wissen verfügbar halten – auch unter außergewöhnlichen Bedingungen

Resilienz betrifft viele Bereiche. Auch Wissen kann zu einer kritischen Ressource werden. Gerade in angespannten Situationen zeigt sich die Abhängigkeit von einzelnen Expertinnen und Experten. Sind diese nicht verfügbar oder Kommunikationswege eingeschränkt, kann wichtiges Wissen fehlen – genau dann, wenn Entscheidungen schnell getroffen werden müssen.

Hier können souveräne KI-Plattformen einen Beitrag leisten. Mit dem CGI AIOps Director lassen sich KI-Anwendungen in geschützten Umgebungen betreiben – auch unabhängig von einer permanenten Internetverbindung. So können Daten und Wissen innerhalb definierter Sicherheits- und Betriebsgrenzen verfügbar bleiben.

Wie ein solcher Ansatz praktisch aussehen kann, zeigt AI FELIX. Gemeinsam mit dem Allied Command Transformation der NATO hat CGI einen KI-gestützten Wissensagenten realisiert, der Informationen der Klassifizierungsstufe NATO SECRET verarbeitet. Die Lösung arbeitet ohne Internetanbindung in geschützter Umgebung und ist an 27 NATO-Standorten implementiert.

AI FELIX ist nur eine Anwendung auf Basis des CGI AIOps Director. Für die öffentliche Verwaltung eröffnet sich hier Potenzial: Organisationswissen kann gezielt erschlossen und berechtigten Nutzerinnen und Nutzern verfügbar gemacht werden – auch dann, wenn nicht alle zuständigen Beschäftigten unmittelbar erreichbar sind. Resilienz bedeutet auch, Wissen weniger abhängig zu machen.

Abhängigkeiten reduzieren

Zur Resilienz einer Verwaltung gehört ebenso die Frage der Abhängigkeit von Technologieanbietern. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über digitale Souveränität, Open Source und die Abhängigkeit von proprietären Plattformen gewinnt dieser Aspekt weiter an Bedeutung.

Technologische Souveränität muss kein abstraktes Ziel bleiben: CGI hat mit eGov360 eine ursprünglich auf proprietärer US-Technologie basierende Lösung in einen Open-Source-basierten Technologiestack überführt und damit Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern reduziert.

Für Behörden entstehen dadurch zusätzliche Handlungsoptionen. Zentrale Dienste können stärker unter eigener Kontrolle betrieben, technologische Entscheidungen unabhängiger getroffen und Veränderungen der IT-Landschaft flexibler gestaltet werden.

Diese Wahlfreiheit ist unter Resilienzgesichtspunkten relevant. Technologische Souveränität bedeutet nicht, auf bewährte Technologien zu verzichten, sondern Abhängigkeiten zu kennen, Alternativen vorzusehen und Handlungsfähigkeit auch bei veränderten politischen, wirtschaftlichen oder technischen Rahmenbedingungen zu erhalten.

Resilienz ist kein Einzelprojekt

Resilienz entsteht im Zusammenspiel: Kritische Leistungen und Abhängigkeiten müssen bekannt, Wissen verfügbar und technologische Abhängigkeiten beherrschbar sein.

Der resiliente Staat beginnt lange vor der eigentlichen Krise. Ob eine Verwaltung im Ernstfall handlungsfähig bleibt, entscheidet sich nicht erst in dem Moment, in dem eine Störung eintritt. Es entscheidet sich durch die Strukturen, Technologien und Alternativen, die vorher geschaffen und vorbereitet wurden.

CGI unterstützt öffentliche Verwaltungen von der Resilienz- und Reifegradanalyse über souveräne Infrastruktur- und KI-Architekturen bis zur technologischen Unabhängigkeit.

Smart Country Convention

Besuchen Sie CGI auf der Smart Country Convention am Stand 525 in Halle 25 und sprechen Sie mit uns über die Zukunft der öffentlichen Verwaltung.

Der Autor: Patric Fischer, Senior Vice President bei CGI Deutschland

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