Schleswig-Holstein führt zwei neue Services ein Die Steuererklärung per App oder gleich vom Amt?

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Gute Nachrichten für Steuerpflichtige in Schleswig-Holstein: Die Steuerverwaltung startet im Frühjahr zwei neue Services – die „MeinElster+“-App und das Pilotprojekt „Die Steuer macht jetzt das Amt“. Beide Angebote zielen darauf ab, den Aufwand für die jährliche Steuererklärung deutlich zu reduzieren.

Dieses Jahr starten mehrere Bundesländer mit einem Pilotprojekt. Schleswig-Holstein führt zudem ein weiteres digitales Angebot ein, um die Steuererklärung zu vereinfachen. (Bild:  Gemini / KI-generiert)
Dieses Jahr starten mehrere Bundesländer mit einem Pilotprojekt. Schleswig-Holstein führt zudem ein weiteres digitales Angebot ein, um die Steuererklärung zu vereinfachen.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Die Steuererklärung soll vor allem schneller und einfacher werden: In Schleswig-Holstein stehen Bürgerinnen und Bürgern ab diesem Frühjahr zwei neue Services zur Verfügung – die „MeinElster+“-App und das Pilotprojekt „Die Steuer macht jetzt das Amt“. Mit dem Start der neuen Angebote modernisiert die Steuerverwaltung das Verfahren durch bessere Datenverfügbarkeit und automatisierte Abläufe.

Bereits im Juli 2026 soll die „MeinElster+“-App des Konsens-Verbunds deutschlandweit starten. Mithilfe der App ist die Steuererklärung in wenigen Klicks erledigt: Das Finanzamt stellt bereits vorliegende Daten wie Arbeitslohn, Renten und Sozialversicherungsbeiträge automatisch in der Elster-App bereit und erstellt daraus einen ersten Vorschlag für die Steuererklärung. Im Anschluss muss der Vorschlag nur noch digital bestätigt oder angepasst werden. Das Angebot richtet sich zunächst jedoch nur an ledige, kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Rentnerinnen und Rentner ohne zusätzliche Einkünfte.

Das Pilotprojekt „Die Steuer macht jetzt das Amt“

Hessen startete vergangenes Jahr das Pilotprojekt „Die Steuer macht jetzt das Amt“ für ausgewählte Bürgerinnen und Bürger. Neben Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg erprobt nun auch Schleswig-Holstein das digitale Angebot im Frühjahr dieses Jahres. Ab April erhalten die Schleswig-Holsteiner erstmals einen Vorschlag für den Einkommensteuerbescheid 2025. Der Vorschlag wird zusammen mit einem Informationsschreiben per Post zugestellt. Bei Zustimmung genügt eine einfache Bestätigung bis zum 31. Juli 2026 – entweder digital per QR-Code oder per Rückversand des Antwortschreibens. Damit gilt die Steuererklärung als eingereicht. Wer jedoch weitere steuerlich absetzbare Aufwendungen wie Spenden oder Handwerkerrechnungen geltend machen möchte, muss eine eigene Steuererklärung abgeben. In diesem Fall greift der Service nicht.

Ziel beider Serviceangebote ist ein möglichst bürgerfreundliches Besteuerungsverfahren, das den Aufwand reduziert und zugleich Rechtssicherheit gewährleistet. Durch den Konsens-Verbund nutze die Steuerverwaltung bereits seit Jahren gemeinsame digitale Lösungen, sagte die Finanzministerin Silke Schneider und erklärte: „Mit dem aktuellen Pilotprojekt ‚Die Steuer macht jetzt das Amt‘ testen wir ein zusätzliches Serviceangebot für mehr als 100.000 Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein – darunter Rentnerinnen und Rentner, Pensionierte sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die keine steuerliche Beratung in Anspruch nehmen und keine weiteren Einkünfte versteuern müssen.“

Hinsichtlich der künftigen Entwicklungen und eines weiteren Ausbaus betonte die Finanzministerin: „Die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt und der neuen App-Funktion werden dazu beitragen, niederschwellige Angebote künftig einer noch breiteren Nutzergruppe anbieten zu können und das Besteuerungsverfahren bundesweit effizienter und bürgernäher zu gestalten.“

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