Das sagt die Security-Branche ChatGPT: Mehr Fluch als Segen?

Von Barbara Miletic

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Eine Verbreitung von ChatGPT über die Cloud: Das kündigte der Software-Riese Microsoft in einem Blog-Beitrag an. Doch das KI-Chatmodell sorgt nicht nur für einen Hype, sondern auch für Bedenken. Wie steht eigentlich die IT-Security-Branche dazu?

Seit Jahresende 2022 ist ChatGTP von OpenAI in aller Munde. Das KI-Chatmodell könnte Suchmaschinen und Berufsfelder ersetzen sowie zeitlastige Verwaltungsarbeiten übernehmen. Cyberkriminelle bleiben aber auch hier nicht fern.
Seit Jahresende 2022 ist ChatGTP von OpenAI in aller Munde. Das KI-Chatmodell könnte Suchmaschinen und Berufsfelder ersetzen sowie zeitlastige Verwaltungsarbeiten übernehmen. Cyberkriminelle bleiben aber auch hier nicht fern.
(Bild: Shafay - stock.adobe.com)

Spätestens seit Jahresende 2022 ist der durch Künstliche Intelligenz betriebene Chatbot ChatGPT, created by OpenAI, in aller Munde. Im November ging die Plattform live und zählte binnen weniger Tage Millionen Aufrufe. Der Bot beantwortet Wissensfragen umfangreich und in Sekundenschnelle und übernimmt lästige Büroarbeiten. Was zunächst attraktiv klingt, birgt auch Risiken. Auch im IT-Security-Umfeld ist der intelligente Neuling umstritten.

Ziemlich beste Freunde: ChatGPT und Microsoft

Die Google-KI hinter der Suchmaschine war Jahre lang unangetastet die Nummer Eins und bekommt nun gewaltig Konkurrenz. Und nicht nur das. ChatGPT soll zudem vermehrt Teil von Microsoft werden. Das Unternehmen möchte die OpenAI-Software den Kunden via Cloud zur Verfügung stellen und in Word, Powerpoint sowie in Outlook einbinden. Bereits 2019 investierte Microsoft eine Milliarde Dollar in OpenAI. Es folgten laut „New York Times“ nochmals zwei Milliarden und weitere Investitionen von zehn Milliarden Dollar seien angeblich im Gespräch. Microsoft könnte sich laut Expertenstimmen somit ein Drittel von OpenAI sichern. Die nächste Sprachversion GPT4 soll wohl im Frühjahr 2023 erscheinen.

Erleichterung im Alltag

ChatGPT bietet sicherlich Vorteile. „Generell kann das Aufkommen von nutzbarer Künstlicher Intelligenz an sich als eine gute Sache angesehen werden. Es gibt viele positive Aspekte. Leider sind viele Innovationen aus der Vergangenheit, die mit den besten Absichten entwickelt wurden, auch missbraucht worden – und dazu könnte auch KI gehören“, äußert sich Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage.

OpenAI ist ein Unternehmen aus Kalifornien, geführt von Sam Altman. Der Fokus liegt auf der Erforschung Künstlicher Intelligenz. Es gehört zur Tochtergesellschaft OpenAI LP und wird durch das Non-Profit-Mutterunternehmen OpenAI Inc. kontrolliert.
Ende November 2022 ging mit ChatGPT eine neue Plattform live, die mittels KI Fragen aller Art beantwortet und Lösungen anbietet. Was ChatGPT von der Nutzerzahl in paar Tagen erreichte, schafft Google in einem Jahr.
Zu den Geldgebern, die die Gründung 2015 finanzierten, gehören die Tech-Prominenten Elon Musk, Peter Thiel und Reid Hoffman. Elon Musk zog sich 2018 aufgrund möglicher Interessenskonflikte mit Tesla aus dem Unternehmen zurück. Seitdem äußert er immer wieder Kritik an OpenAI.

„Insgesamt hat OpenAI den Vorteil, dass es von der gemeinnützigen OpenAI Inc. beaufsichtigt wird. Sie wird von Hunderten von Menschen beobachtet und analysiert, die nicht mit einem Unternehmen verbunden sind und daher voreingenommen sein könnten“, führt Grau weiter aus.

Ein wesentlicher Vorteil bei Nutzung der OpenAI-Integration sei sicherlich die Unterstützung und Zeitersparnis bei alltäglichen Aufgaben wie Dokumente zu verfassen oder Ansätze zu validieren. Daneben besteht allerdings die Herausforderung in der Frage nach dem Eigentümer des Ergebnisses. Wie können Nutzer künftig Texte von Menschen oder Maschinen unterscheiden und versuchten Betrug erkennen?

Das größte Fragezeichen wird sein, wie wir als Menschen in Zukunft unterscheiden können, ob eine Information von einem Menschen oder von einer KI erstellt wurde. Welchen Informationen sollten wir vertrauen? Bis jetzt haben wir als Gesellschaft noch kein Modell entwickelt, um Missbrauch zu verhindern, aber das müssen wir vielleicht eher früher als später tun.

Markus Grau, Pure Storage

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