InfoSec Impact Award 2026 BSI und NExT zeichnen Security-Projekte aus

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Mit dem „InfoSec Impact Award“ zeichnen BSI und NExT Projekte aus der öffentlichen Verwaltung aus, die sich um Cybersicherheit verdient gemacht haben. Nun stehen die Preisträger 2026 fest.

Die ausgezeichneten Projekte werden anderen Behörden zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Die ausgezeichneten Projekte werden anderen Behörden zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Netzwerk für die öffentliche Verwaltung NExT e. V. haben die Preisträger des diesjährigen „InfoSec Impact Award“ ausgezeichnet.

1. Platz: „openCode sSDLC“. Das Projekt setzt bei komplexen staatlichen Software-Lieferketten an. Mit gemeinsamen Standards und automatisierten Prüfverfahren schafft das Team mehr Transparenz darüber, welche Software in Behörden eingesetzt wird, wo Risiken liegen und wie Sicherheitslücken schneller erkannt werden können.

2. Platz: Landkreis Traunstein. Statt auf klassische Schulungen setzt das Projekt auf spielerische Formate, um Mitarbeitende für Cyberrisiken zu sensibilisieren. Kurze Online-Spiele mit regionalem Bezug vermitteln reale Angriffsszenarien auf niedrigschwellige Weise und stärken so die Sicherheitskultur im Arbeitsalltag. Die Anwendungen stehen anderen Behörden kostenlos als Open Source zur Verfügung.

3. Platz: Interkommunales Projekt Cybersicherheit des Landkreises Gießen. Gemeinsam mit allen 18 kreisangehörigen Kommunen wurden Strukturen geschaffen, um Informationssicherheit systematisch auszubauen. Schulungsangebote, gemeinsame Austauschformate und selbst entwickelte Phishing-Kampagnen helfen dabei, Wissen zu bündeln und die Widerstandsfähigkeit der Kommunen nachhaltig zu stärken.

„Ob Bund, Land oder Kommune – gute Ideen entstehen überall“, betont Dr. Alfred Kranstedt, Vorstandsvorsitzender von NExT e. V. „Der InfoSec Impact Award macht sichtbar, wie Verwaltungen voneinander lernen können. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Zusammenarbeit und Nachnutzung oft der schnellste Weg zu mehr Sicherheit und besserer Verwaltung sind.“ BSI-Präsidentin Claudia Plattner ergänzt: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass wirksame Informationssicherheit nicht allein durch neue Technologien entsteht, sondern durch kluge, praxistaugliche Lösungen, die sich im Verwaltungsalltag bewähren. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für eine sichere und resiliente digitale Verwaltung der Cybernation Deutschland.“

Die ausgezeichneten Projekte werden als Best Practices veröffentlicht und anderen Behörden zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt. Die Bewertung erfolgte anhand von drei Bewertungskriterien:

  • Wirksamkeit (50 %): Förderung der Informationssicherheit und Schließung eines Defizits.
  • Nachnutzbarkeit (30 %): Die Lösung soll leicht auf andere Behörden übertragbar sein.
  • Kontinuierliche Verbesserung (20 %): Die fortlaufende Optimierung nach dem PDCA-Zyklus.

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