Feuer und Flamme für das Virtuelle Amt: „Es war ein voller Erfolg“, sagte Oliver Lehner, stellvertretender Leiter der Informationstechnik in Schwäbisch Gmünd im Interview über die Einführung des Virtuellen Amts und sein bisher „schönstes Projekt“.
Oliver Lehner, stellvertretender Leiter der IT-Abteilung in der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd.
„Ein Fall wie im Bilderbuch“, beschreibt Oliver Lehner, stellvertretender Leiter der IT-Abteilung der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, den ersten echten Einsatz des Virtuellen Amts. „Im Hintergrund haben die Kinder geschrien, die Frau war wirklich im Stress.“ Genau diese Szene habe gezeigt, welches Potenzial in dem digitalen Angebot steckt.
Seit fast einem Jahr nutzt das Bürgerbüro der Stadt im Osten Baden-Württembergs das Virtuelle Amt von Komm.One und SyncPilot. Doch die Projektphase verlief nicht ohne Hürden. „Trotzdem war es für mich immer noch mein schönstes Projekt“, sagt Lehner rückblickend.
Am Marktplatz in Schwäbisch Gmünd, Baden-Württemberg.
Der erste Testlauf fand im barocken Rathaus von Schwäbisch Gmünd statt. Das fünfköpfige IT-Team verfolgte gespannt den Moment, als erstmals eine Bürgerin zugeschaltet wurde. „Und dann wurde es wirklich spannend“, erinnert sich Lehner. Auf dem Bildschirm erschien eine gestresste Mutter mit quengelnden Kindern – ein Alltagsszenario, das verdeutlichte, wie wichtig flexible Verwaltungsangebote sind. Für die Dame war es großartig, dass sie für eine Meldebescheinigung nicht ins Amt kommen musste, weil sie ihre Kinder betreute. „Der erste Testlauf war ein voller Erfolg: Ich habe die Zeit gestoppt – vom Start bis zum Ende. Nach viereinhalb Minuten war alles erledigt. Da wusste ich: Top – das läuft.“
Persönliche Beratung, aktuelle Hilfestellung und ein direkter Ansprechpartner – häufig ist es gerade der persönliche Kontakt, der das Verständnis am Ende erleichtert. Auch Folgefragen und weitere Schritte können dadurch schneller abgeklärt und in einer Sitzung abgeschlossen werden. „Die Möglichkeit, dass Mitarbeitende von zu Hause arbeiten und Abendtermine anbieten können, fand ich besonders gut – gerade Alleinerziehende können so einfacher am Arbeitsleben teilnehmen.“
Virtuelle Termine könnten nämlich auch außerhalb klassischer Öffnungszeiten angeboten werden. Zwar gibt es derzeit in Schwäbisch Gmünd aufgrund der Arbeitszeitpräferenzen des bestehenden Teams noch keine Abendtermine, technisch wäre das jedoch problemlos möglich.
Für Lehner war von Beginn an klar, dass das Projekt einen echten Mehrwert bringt. „Manchmal bekommt man Projekte auf den Tisch, bei denen man sich fragt: Ist das nun wirklich so sinnvoll? Hier war sofort klar, dass es den Mitarbeitenden ebenso nützt wie den Bürgerinnen und Bürgern. Umso schöner ist es, wenn man sieht, dass es am Ende auch funktioniert.“
Der erste Testlauf war ein voller Erfolg: Ich habe die Zeit gestoppt – vom Start bis zum Ende. Nach viereinhalb Minuten war alles erledigt. Da wusste ich: Top – das läuft.
Der Impuls für das Virtuelle Amt kam ursprünglich aus dem Fachamt. Bürgerbüro-Leiterin Bianca Stehle hatte die Vorteile bereits in der Heidelberger Stadtverwaltung kennengelernt. Nach einem Youtube-Video der Stadt Heidelberg, in der das Konzept vorgestellt wurde, überzeugte sie auch die damalige Amtsleitung in Schwäbisch Gmünd. Danach verging rund ein Jahr, bis das System produktiv genutzt werden konnte. In diesem Zeitraum wurden Schnittstellen in die Infrastruktur integriert und die Mitarbeitenden umfassend geschult. Komm.ONE und SyncPilot unterstützten den Prozess mit begleitenden Schulungsangeboten: „Die Mitarbeitenden lernten, mit technischen Problemen umzugehen – etwa wenn Bild oder Ton ausfallen oder ein Ausweis nicht korrekt in die Kamera gehalten wird“, erklärt Lehner. „Da blieb keine Frage offen – wirklich sehr gut begleitet.“ Erst nachdem alle geschult waren, wurde das Virtuelle Amt offiziell freigeschaltet. „Bis heute ist es ein voller Erfolg.“
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Technisch ähnelt eine Sitzung einer Videokonferenz, etwa über Microsoft Teams – mit entscheidenden Erweiterungen.
Zusätzlich können Unterschriften geleistet, Dokumente hochgeladen und Gebühren direkt bezahlt werden. Benötigt wird lediglich ein stabiler Internetzugang, da die Sitzung für alle Beteiligten ausschließlich im Browser stattfindet. Ist diese Voraussetzung erfüllt, lässt sich der Termin theoretisch auch unterwegs, z. B. im Stadtpark per Smartphone, wahrnehmen. In der Praxis führt das jedoch häufig zu instabilen Verbindungen – mit ruckeligem Bild und zeitweise ausfallendem Ton.
Der Ablauf ist jedoch simpel: Bürgerinnen und Bürger buchen einen Termin online, erhalten einen Link und gelangen nach Eingabe ihrer Daten in einen virtuellen Warteraum, bis eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zur Verfügung steht. In der Zwischenzeit werden im virtuellen Warteraum Bilder aus Schwäbisch Gmünd gezeigt. Nach kurzer Identitätsprüfung per Personalausweis können die Anliegen direkt geklärt werden – sei es beim Ausfüllen von Anträgen oder durch Übersetzungshilfen. Kommunen können beispielsweise Formulare in anderen Sprachen einblenden. „Das ist das Beste aus beiden Welten – digitale Vorteile und die Expertise der Bürgerbüromitarbeitenden. Und es wird immer auf den Einzelfall eingegangen.“