Land Berlin Senat bestätigt Millionenforderung nach Ransomware-Attacke

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Gerüchte, nach denen der Berliner Senat eine Lösegeldforderung über 2 Millionen erhalten hat, haben sich bestätigt. Dies ist auch das Mindestgebot, für das die Rhysdia-Gruppierung die erbeuteten Daten im Darknet feilbietet.

2 Millionen Euro will die Cybercrime-Organisation Rhysdia für die erbeuteten Daten vom Berliner Senat erpressen.(Bild:  Thomas - stock.adobe.com)
2 Millionen Euro will die Cybercrime-Organisation Rhysdia für die erbeuteten Daten vom Berliner Senat erpressen.
(Bild: Thomas - stock.adobe.com)

Nach dem tagelangen Cyberangriff auf das Datennetz der Verwaltung verlangt eine Gruppierung professioneller Cyberkrimineller vom Land Berlin bis Freitag ein Lösegeld von rund zwei Millionen Euro. Das sagte Senatssprecherin Christine Richter der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist richtig, dass eine Gruppe mit dem Namen Rhysida sich zu der Tat bekannt hat und behauptet, im Besitz von gestohlenen Daten im Umfang von 5,7 Terabyte zu sein.“

Seit vergangenem Freitag habe die Gruppe die gestohlenen Daten im Darknet im Rahmen einer Versteigerung zum Kauf angeboten. „Das Mindestgebot liegt bei 30 Bitcoins, also rund zwei Millionen Euro. Die Versteigerung läuft bis Freitag“, sagte Richter. „Es muss davon ausgegangen werden, dass die Daten im Anschluss weiterveräußert oder ganz oder in Teilen veröffentlicht werden.“

Verbindungen zu Russland lassen sich nicht ausschließen

Nach Wissen des Senats handele es sich um eine hochprofessionelle Gruppierung, die mit diversen Cyberattacken auf Ziele in Nord- und Südeuropa, Deutschland und den USA in den vergangenen Jahren in Verbindung gebracht werde. „Erkenntnisse über Verbindungen nach Russland oder gar dem russischen Staat liegen nicht vor, können aber auch nicht ausgeschlossen werden.“

Der Cyberangriff war am 14. August bekanntgeworden. Nach bisherigen Erkenntnissen flossen vom 7. bis zum 12. August Daten in großem Umfang ab. Darunter sind auch sensible, also zum Beispiel personenbezogene Daten. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat am Freitag erklärt, das Land Berlin lasse sich nicht erpressen.

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