Digitalisierung in der Schule KI-Nutzung in der Schule

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Für Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen oder Organisatorisches: Lehrerinnen und Lehrer nutzen vermehrt künstliche Intelligenz. Die Schülerschaft macht das schon längst.

Schülerinnen und Schüler nutzen künstliche Intelligenz schon längst. Nun hat auch der Lehrkörper die Vorzüge der digitalen Tools für sich entdeckt.(Bild: ©  Prostock-studio – stock.adobe.com)
Schülerinnen und Schüler nutzen künstliche Intelligenz schon längst. Nun hat auch der Lehrkörper die Vorzüge der digitalen Tools für sich entdeckt.
(Bild: © Prostock-studio – stock.adobe.com)

Eine repräsentative Befragung des Bitkom-Verbands unter rund 500 Lehrerinnen und Lehrern der Sekundarstufen I und II zeigt: Künstliche Intelligenz ist bei den Lehrkräften angekommen. 58 Prozent der Befragten setzen KI für schulische Zwecke ein, und zwar konkret für die Vorbereitung des Unterrichts, zur Korrektur von Klassenarbeiten, für die Organisation des Berufsalltags sowie generell zur Wissensvermittlung im Unterricht.

Der Einsatz von KI-Tools wird dabei überwiegend positiv bewertet. 66 Prozent der Lehrkräfte sehen KI als „Chance für die schulische Bildung“, 23 Prozent sehen sie eher als Risiko. „Es geht nicht mehr darum, ob in Schulen KI eingesetzt wird, es geht um das Wie“, betont Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Richtig eingesetzt, kann KI das Lernen und den Schulalltag verbessern. Sie darf aber das eigenständige Denken nicht ersetzen. Schulen müssen deshalb Chancen, Grenzen und einen verantwortungsvollen Umgang mit KI vermitteln. KI-Kompetenzen gehören fest in die Lehrpläne.“

Wintergerst betont aber auch, dass Lehrkräfte mit den neuen digitalen Anforderungen nicht allein gelassen werden dürfen. Er fordert einen Zugang zu KI-Tools, aber auch entsprechende Schulungen. Nicht zur zu KI, sondern zu Digitalthemen allgemein: „Deutschland braucht eine Digitaloffensive für die Lehrkräftebildung. Digitalkompetenzen müssen fest im Studium, im Referendariat und in der berufsbegleitenden Weiterbildung verankert werden.“

Seine Forderung nach einem Zugang zu KI formuliert er nicht ohne Grund. Laut Befragung bekommen aktuell erst 46 Prozent der Lehrkräfte eine KI-Lizenz oder einen KI-Account von der Schule gestellt. 19 Prozent haben keinen Zugriff auf eine offizielle Lizenz und nutzen daher ihren privaten Account. Wintergerst fordert: „Die Länder brauchen einen gemeinsamen KI-Aktionsplan mit einer Liste geprüfter Tools und einem jährlichen KI-Budget von 15 Euro je Schülerin und Schüler, damit Schulen passende Anwendungen und Weiterbildungen eigenverantwortlich finanzieren können.“ Bayern stelle diesen Betrag bereits für seine Schulen bereit. Richtung Berlin fordert Wintergerst, den Digitalpakt 2.0 zügig umzusetzen. Es brauche eine gemeinsame Antragsplattform von Bund und Ländern und ein langfristiges Finanzierungsmodell.

Forderungen des Bitkom

Finanzierung sicherstellen: Digitalpakt 2.0 umsetzen. Gemeinsame Antragsplattform von Bund und Ländern. Langfristige Finanzierung.

Gemeinsamer KI-Aktionsplan der Länder: Liste mit geprüften KI-Tools und individuelles KI-Budget für Schulen von jährlich 15 Euro pro Schülerin und Schüler.

Beim Umgang mit Smartphones unterstützen: Orientierung und Medienkompetenz statt pauschaler Verbote. Beispielsweise abgestufte Leitlinien und Musterschulordnungen.

Lehrkräftebildung: Digitalkompetenzen in Studium, Referendariat und Weiterbildung verankern. Fortbildung zu Digitalthemen verpflichtend machen.

Pflichtfach Informatik verankern und weiterentwickeln: Fehlende Bundesländer müssen nachziehen. Curriculum um KI-Kompetenzen, Vibe-Coding und Desinformation erweitern.

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