gesponsertErste weltweit quantensichere Chips im Personalausweis der nächsten Generation Die Zukunft digitaler Identitäten im Zeitalter der Quantencomputer

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Seit seiner Einführung 2010 gilt der deutsche Personalausweis mit integrierter Online-Ausweisfunktion als eines der sichersten hoheitlichen Dokumente weltweit. Doch mit dem technologischen Fortschritt wachsen auch die Anforderungen an seine Sicherheit: Insbesondere die rasante Entwicklung von Quantencomputern stellt bestehende Verschlüsselungsverfahren künftig vor neue Herausforderungen.

(Bild:  i-Stock)
(Bild: i-Stock)

Damit der Personalausweis auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig geschützt bleibt, werden bereits heute Hardware und Software kommender Ausweisgenerationen auf sogenannte quantensichere Verfahren vorbereitet. Denn hoheitliche Dokumente wie der Personalausweis sind bis zu zehn Jahre gültig und müssen daher auch langfristig höchsten Sicherheitsstandards standhalten.

Herausforderungen für die Online-Ausweisfunktion

Die Vorbereitungen auf zukünftige Gefahren sind im vollen Gange. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) treibt mit Forschung und Industrie die Entwicklung quantensicherer Ausweistechnologien voran. Eine Machbarkeitsstudie von Bundesdruckerei, BSI sowie weiteren Technologiepartnern zeigt bereits heute: Künftige Personalausweise können klassische Kryptografie und Post-Quanten-Kryptografie parallel unterstützen – ein wichtiger Schritt hin zur nächsten Generation sicherer Ausweisdokumente.

Was bedeutet das konkret für die Online-Ausweisfunktion?

Die Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie stellt Ausweis-Chips und digitale Identitätssysteme vor neue Herausforderungen. Größere Schlüssel und komplexere Verfahren erhöhen die Anforderungen an Speicher, Rechenleistung und Energieeffizienz. Gleichzeitig müssen Online-Authentisierung, Nutzerfreundlichkeit und die Kompatibilität mit bestehenden nationalen und internationalen Systemen zuverlässig erhalten bleiben. Digitale Identitäten basieren auf erprobten und etablierten Vertrauensketten, Zertifikaten und Protokollen, die in vielen Backend‑Systemen der Verwaltung, in Identitätsdiensten sowie Portalen genutzt werden und daher migrationsfähig zu PQC sein müssen. Die Migration zu quantensicheren Verfahren ist anspruchsvoll, denn Standards entwickeln sich stetig weiter, während digitale Identitätssysteme über Jahrzehnte zuverlässig funktionieren müssen. Gleichzeitig gilt es, sensible Daten wie biometrische Informationen auch künftig sicher, effizient und vertrauenswürdig zu schützen.

Mit Blick auf die digitale Sicherheit der Zukunft setzt Deutschland bereits heute wichtige Maßstäbe: BSI-Präsidentin Claudia Plattner unterstreicht, dass spätestens ab 2030 ausschließlich quantensichere Ausweise ausgegeben werden sollen. Damit nimmt Deutschland international eine Vorreiterrolle bei der Absicherung hoheitlicher Dokumente ein.

Die aktuellen Vorarbeiten schaffen die Grundlage dafür, dass Personalausweise und digitale Identitäten rechtzeitig auf eine zukunftsfähige, quantenresistente Kryptografie umgestellt werden können – noch bevor Quantencomputer zu einer realen Gefahr für bestehende Sicherheitsstandards werden.

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