Hackende KI OpenAI feuert drei Mitarbeiter, Trump befürwortet Selbstaufsicht

Quelle: dpa 5 min Lesedauer

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Nach der Aufregung um eigenständige Hacking-Aktivitäten von Künstlicher Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hat die Firma drei an der Aufarbeitung beteiligte Experten entlassen. US-Präsident Trump befürwortet derweil, dass die Unternehmen sich gegenseitig kontrollieren sollen.

Hackende LLMs greifen immer weiter um sich; drei zur Untersuchung abgestellte Personen wurden nun von OpenAI entlassen.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Hackende LLMs greifen immer weiter um sich; drei zur Untersuchung abgestellte Personen wurden nun von OpenAI entlassen.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

OpenAI hat drei Mitarbeiter gefeuert. Sie hätten gegen interne Regeln zum Umgang mit vertraulichen Informationen verstoßen, teilte OpenAI zur Begründung mit. Zugleich betonte die KI-Firma, niemand sei gefeuert worden, weil er Sicherheitsbedenken geäußert habe. Das Fehlverhalten sei über das Teilen von Informationen mit einer externen Analysefirma hinausgegangen, hieß es ohne nähere Details.

Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor unter Berufung auf informierte Personen die Namen der drei entlassenen Mitarbeiter genannt. OpenAI sprach nur von zwei Sicherheitsforschern und einem Programm-Manager, wollte die Namen auf Anfrage aber nicht bestätigen. Auch die drei von der Zeitung genannten Personen äußerten sich zunächst nicht. OpenAI zufolge war das für die Beschäftigung nötige Vertrauen nicht mehr gegeben.

Negativ-Schlagzeilen für OpenAI

In dem bisher aufsehenerregendsten Fall war Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers aus einer abgesicherten Testumgebung ausgebrochen und hatte sich ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma gehackt, der Plattform Hugging Face. Zur Aufarbeitung des Vorfalls hatte OpenAI für einige Tage auf KI-Sicherheit spezialisierte externe Experten herangeholt, die später tiefgreifende Einblicke in die Vorgehensweise der Software veröffentlichten. Zumindest einer der vom „Wall Street Journal“ gefeuerten Mitarbeiter hatte erwähnt, Anlaufstelle für die externen Analysten gewesen zu sein.

In den vergangenen Tagen wurde auch bekannt, dass OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training der leistungsstärksten Künstlichen Intelligenz ausgesetzt hat. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte. Die Software habe jedoch eine Lücke in den Netzwerk-Einstellungen gefunden und ausgenutzt, hieß es. Das Eingeständnis war besonders heikel, da OpenAI die Sicherheitsvorkehrungen nach der Hacking-Attacke auf Hugging Face verschärft hatte. Zudem strich die Firma die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells nach Sicherheitsbedenken.

Selbstregulierung in den USA

US-Präsident Donald Trump will trotz aller Warnungen vor existenziellen Risiken Künstlicher Intelligenz die Aufsicht über die Technologie ihren Entwicklern selbst überlassen. Die Unternehmen würden sich selber kontrollieren, sagte Trump nach einem Treffen mit Chefs von KI-Unternehmen in Washington.

Er sieht ausreichenden Schutz durch wirtschaftliche Interessen der US-Firmen. „Ihre Unternehmen stehen auf dem Spiel, wenn etwas schiefgeht“, sagte der Präsident. „Sie werden das nicht zulassen.“ Die Unternehmen würden „sich gegenseitig kontrollieren“.

Zuletzt hatten eigenständige Hacking-Attacken durch KI-Modelle die Sorgen um Gefahren Künstlicher Intelligenz hochkochen lassen. Einige Branchenvertreter selbst warnten, man könne nicht ganz ausschließen, dass KI in der Zukunft die Menschheit auslösche.

„Sehr reale Risiken“

Der Chef der KI-Firma Anthropic, Dario Amodei, hatte sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung der leistungsfähigsten KI-Modelle abzubremsen, um sicherzugehen, dass man nicht die Kontrolle über die Technologie verliert. Trump hatte bereits zuvor eine verstärkte staatliche Regulierung der Technologie abgelehnt. Es sei wichtig, dass die USA den Vorsprung zu China nicht einbüßten, betont er.

Amodei sagte nach dem Treffen mit Trump, KI habe großes Potenzial - „aber auch sehr reale Risiken“. Maßnahmen, um diesen Risiken entgegenzuwirken, seien „noch in der Diskussion“.

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