„State of Low-Code in Key Verticals 2022“ Low-Code: Gekommen, um zu bleiben

Von Natalie Ziebolz

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In den vergangenen Jahren hat Low-Code einen Aufschwung erlebt: Rund 94 Prozent der Unternehmen nutzen die Entwicklungsmethode mittlerweile – und auch der öffentliche Sektor hat ihre Vorteile erkannt.

Noch setzen viele Verwaltungen überwiegend auf traditionelles Coding, der Großteil hat jedoch bereits mit der Einführung von Low Code begonnen
Noch setzen viele Verwaltungen überwiegend auf traditionelles Coding, der Großteil hat jedoch bereits mit der Einführung von Low Code begonnen
(© Andrey Popov – stock.adobe.com)

Wer eine Website, Software oder App entwickeln will, benötigt die passende Programmierplattform und -sprache – und natürlich die entsprechenden Vorkenntnisse. Zeitlich und personell ist dies nicht immer machbar. Während der Pandemie setzten Unternehmen aller Branchen daher vermehrt auch Low-Code. Dabei wird auf einer grafischen Benutzeroberfläche gearbeitet und vordefinierte, visuelle Bausteine verwendet. Dies vereinfacht die Entwicklung und spart Zeit, da nicht jedes Element einzeln programmiert werden muss.

„Die Art und Weise, wie wir unsere Unternehmen führen, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Es ist heute ausschlaggebend, den Betrieb zu digitalisieren und mit Kunden und Mitarbeitern über verschiedene Wege und Touchpoints zu interagieren“, weiß auch Tim Srock, CEO von Mendix. „Gleichzeitig erfordern die wachsende Komplexität der Technologie und die zunehmende Geschwindigkeit des Geschäftsbetriebs den Einsatz von Low-Code, um sicherzustellen, dass technologisch ein geschäftlicher Mehrwert geleistet sowie schnell und agil umgesetzt werden kann.“

Das bestätigen auch die Ergebnisse der Studie „State of Low-Code in Key Verticals 2022“ der Siemens-Tochter. Die Befragten gehen sogar davon aus, dass Low Code bis 2024 häufiger genutzt wird als traditionelles Coding. Diese Einschätzung wird von den Gartner-Analysen bestätigt, die bis 2025 von einem Anteil von rund 70 Prozent mit Low-Code oder No-Code-Technologien entwickelter Unternehmensanwendungen ausgehen.

„Die Mehrheit der führenden Unternehmen, unabhängig von der Branche, nutzt Low-Code, um qualitativ hochwertigere digitale Erlebnisse zu schaffen, die Back-End-Automatisierung zu verbessern und die allgemeine Geschäftsagilität zu erhöhen“, erklärt Ron Wellman, Head of Industry Clouds bei Mendix. Sie benötigen eine Low-Code-Plattform, die schnelle Veränderungen, die Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und IT, die Erneuerung von Legacy-Systemen und eine Anpassung an die sich verändernden Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern unterstützt.“

Auch im öffentlichen Sektor ist Low-Code mittlerweile angekommen. In der Pandemie wurde die Entwicklungsmethode beispielsweise für Lösungen genutzt, mit denen die Einschränkungen durch die Lockdowns abgefedert werden konnten. Rund ein Viertel (22 Prozent) der Behörden hat die Implementierung von Low Code daher bereits abgeschlossen, 32 Prozent haben mit der Einführung begonnen und 25 Prozent befinden sich mitten im Einführungsprozess. Nur ein Prozent der Befragten ist aktuell nicht an der Einführung von Low Code interessiert.

Dass die Entwicklungsmethode so viel Beachtung findet, liegt an den vielen Vorteilen, die sie mit sich bringt. So schätzt die Hälfte der Befragten aus dem öffentlichen Sektor etwa die verbesserte, zentralisierte und standardisierte Authentifizierung der Bürgeridentität, den verbesserten Zugang zu Dienstleistungen sowie eine verbesserte Planung und Verwaltung von Budget und physischen Ressourcen durch Low-Code-Entwicklungen. Doch auch die Bewältigung des wachsende Datenvolumens (33,33 Prozent) sowie eine Verringerung von Sicherheitsproblemen (30 Prozent) gelten als Vorteile.

Wie genau sich mit Low-Code der digitale Behördendienst beschleunigen lässt, erfahren Sie hier:

Über die Studie

Für die Studie hat das Marktforschungsunternehmen Reputation Leaders vom 8. bis 20. Juni 2022 Führungskräfte auch Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und den USA befragt. Die Umfrage-Teilnehmer stammten aus dem Banken-, Finanz- und Versicherungswesen sowie dem öffentlichen Sektor, der industriellen Fertigung und dem Einzelhandel.

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