Mehrere Webauftritte betroffen Cyberangriff auf städtischen Betrieb in Kassel

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Unbekannte haben Schadcode in mehrere Webseiten der Kasseler Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft eingebettet. Besucher könnten zum Download von Schadsoftware verleitet worden sein, interne Systeme und Kunden­daten seien laut KVV nicht betroffen.

Betroffen von dem Cyberangriff waren die Webangebote von KVV, KVG, Netzplusservice und den Kasseler Bädern, auf denen Besucher zum Download von Schadsoftware verleitet werden sollten.(Bild: ©  pixelschoen - stock.adobe.com)
Betroffen von dem Cyberangriff waren die Webangebote von KVV, KVG, Netzplusservice und den Kasseler Bädern, auf denen Besucher zum Download von Schadsoftware verleitet werden sollten.
(Bild: © pixelschoen - stock.adobe.com)

Nach einem IT-Sicherheitsvorfall auf mehreren Internetauftritten der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) prüft das Unternehmen Folgen für Besucherinnen und Besucher der Seiten. Nach Angaben der KVV hatten Unbekannte am Mittwoch einen Schadcode in mehrere Webangebote eingebettet. Betroffen gewesen seien unter anderem die Adressen kvvks.de, kvg.de, netzplusservice.de und Seiten der Bäder.

Nutzer wurden demnach teils zu Installationen oder Änderungen an ihrem Computer aufgefordert, erklärte das Unternehmen. Wer dem gefolgt sei, könnte unbeabsichtigt Schadsoftware auf sein Gerät geladen haben. „Ob und wie viele Besucherinnen und Besucher der Webseiten im Laufe des Mittwochs von der Aufforderung betroffen waren und diese auch ausgeführt haben, ist unklar.“

Untersuchungen zur Manipulation aufgenommen

Die eigentlichen IT-Systeme der KVV-Gruppe seien nach bisherigem Stand der internen Ermittlungen nicht betroffen, Hinweise auf betroffene Kundendaten gebe es daher derzeit nicht. Der Schadcode sei nach der Entdeckung von den Seiten entfernt worden, hieß es. Vorsorglich habe die KVV ihre Internetangebote vorübergehend auf eine reduzierte Präsenz mit den wichtigsten Kontaktdaten umgestellt.

Die KVV teilte mit, man habe Ermittlungsbehörden, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die hessische Datenschutzaufsicht informiert. „Mit Unterstützung externer Dienstleister unter anderem für IT-Forensik wird untersucht, wie genau die Internetseiten von mutmaßlichen Kriminellen manipuliert werden konnten.“

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