OZG-Umsetzung Bremen stellt digitale Lösungen zur Nachnutzung zur Verfügung

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Zur Erfüllung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) setzt Bremen für alle Bundesländer das Projekt „Vergabe“ um. Im Sinne des „Einer für Alle“ (EfA)-Prinzips können Behörden anderer Bundesländer und Kommunen über standardisierte Schnittstellen an die in Bremen produzierten Lösungen angebunden werden.

Bremen stellt seine OZG-Dienste zur Nachnutzung zur Verfügung
Bremen stellt seine OZG-Dienste zur Nachnutzung zur Verfügung
(© Senatskanzlei Bremen)

Das Umsetzungsprojekt besteht aus drei Teilprojekten, in denen Produkte für unterschiedliche Aspekte des Vergabe- und Beschaffungsprozesses realisiert werden:

  • Teilprojekt 1 „Teilnahme an Vergabe / Präqualifizierungsservice: Das hier entwickelte Portal (www.pq-online.eu) ermöglicht einen effizienten Präqualifizierungsvorgang, mit dem Unternehmen ihre Eignung im Sinne der Vergabe- und Vertragsordnung für öffentliche Aufträge gegenüber Auftraggebern aus der öffentlichen Verwaltung nachweisen können.
  • Teilprojekt 2 „Digitale Bestellung / Lieferantencockpit“: Das sogenannte Lieferantencockpit (www.lieferantencockpit.de) ermöglicht es Unternehmen mit allen Verwaltungseinheiten zu interagieren, mit denen Rahmenverträge geschlossen wurden. Über das Lieferantencockpit kann das Unternehmen zukünftig Bestellungen im Standard XBestellung empfangen, seine standardbasierten Katalogdaten einstellen und pflegen sowie die öffentliche Verwaltung beraten.
  • Teilprojekt 3 „Zugang zur öffentlichen Vergabe“: Dieses in Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI) betriebene Teilprojekt verfolgt das Ziel, einen vereinfachten, standardbasierten Unternehmenszugang zur öffentlichen Beschaffung zu gewährleisten. Bremen hat einen standardbasierten Vermittlungsdienst konzipiert und realisiert. Auftrags- und Vergabebekanntmachungen können dadurch von verschiedenen Vergabeplattformen in ein einheitliches, auf den Vorgaben der EU-Durchführungsverordnung zur standardisierten Veröffentlichung von Bekanntmachungen (eForms) basierendes Format überführt und über die Peppol-Infrastruktur dem vom BMI entwickelten Bekanntmachungsservice sicher übermittelt werden.

Ziel ist es, im Rahmen des EfA-Prinzips möglichst viele Bundesländer für die Nachnutzung zu gewinnen, da so die ressourcenschonenden Synergieeffekte besonders zum Tragen kommen. Als Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung gilt die „8+1“ Vorgabe. Das bedeutet, dass neben dem umsetzenden Land (+1) jeweils noch 8 weitere Bundesländer bis Ende 2022 an die Online-Dienste der drei Produkte angebunden werden sollen. Diese Vorgabe gilt für alle EfA-Projekte. Damit ist sichergestellt, dass bundesweit jedes entwickelte Produkt in mindestens neun Bundesländern eingeführt wird. Neben der Freien Hansestadt Bremen, als Initiatorin und Entwicklerin des Prozesses, konnten bislang die Länder Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern sowie Bremerhaven als Pilotkommune zur Nachnutzung gewonnen werden.

Auf Konferenzen und Terminen, sowie über verschiedene Veröffentlichungen will Bremen nun die anderen Bundesländer und Kommunen über die Möglichkeiten und Vorteile der entwickelten Lösungen zur digitalen Vergabe informieren. Dabei sollen die rechtlichen, technischen, finanziellen und organisatorischen EfA-Dimensionen vorgestellt werden, um die Anbindung optimal vorzubereiten und schnellstmöglich durchzuführen zu können.

Die Bremer Projektverantwortlichen laden alle interessierten Bundesländer und Kommunen zur Nachnutzung ein. Zentrale Informationen zur Nachnutzung sind auf dem sogenannten „Marktplatz der Nachnutzung“ der OZG-Informationsplattform jederzeit abrufbar.

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