Mehring will „Leitplanken mitbauen“ Bayerns Digitalminister lädt zum KI-Gipfel

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wie beherrschbar ist die nächste Generation Künstlicher Intelligenz? Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring bringt am heutigen Montag internationale KI-Unternehmen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Ethikrat und Kirche zusammen.

Dr. Fabian Mehring, Bayerisches Staatsministerium für Digitales: „Wer bei KI an der Spitze fährt, muss auch die Leitplanken mitbauen.“(Bild: ©  StMD / Anne Hufnagl)
Dr. Fabian Mehring, Bayerisches Staatsministerium für Digitales: „Wer bei KI an der Spitze fährt, muss auch die Leitplanken mitbauen.“
(Bild: © StMD / Anne Hufnagl)

Im Bayerischen Staatsministerium für Digitales findet am Montag, 5. Oktober 2026, ein nicht öffentlicher KI-Gipfel statt. Im Fokus stehen dabei die Fortschritte bei sogenannten Frontier-AI-Modellen und agentischer KI. Weitere Themen sind aktuelle Erkenntnisse der internationalen KI-Sicherheitsforschung und die Frage, welche politischen und technischen Leitplanken leistungsfähige KI künftig braucht.

Teilnehmen werden unter anderem Vertreter von Google, IBM, Mistral AI und OpenAI. Aus der Wissenschaft sind Bayerns KI-Rat, dessen Vorsitz Prof. Dr. Dr. Fabian J. Theis, Dr. Anna Bauer-Mehren und Prof. Dr. Björn Ommer innehaben, der Direktor des Bayerischen KI-Produktionsnetzwerks, Prof. Dr. Markus Sause, sowie Vertreter von Fraunhofer dabei. Hinzu kommen die frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Prof. Dr. Alena Buyx, und Weihbischof Dr. Anton Losinger.

Mehring: Chancen nutzen, Risiken verantworten

Mehring sieht in agentischer KI mehr als eine schnöde Weiterentwicklung. „Wir erleben gerade nicht einfach das nächste Software-Update, sondern einen disruptiven Technologiesprung“, so der Minister. Diese Systeme könnten zunehmend selbstständig planen, Werkzeuge einsetzen und Aufgaben ausführen. Zugleich müsse man in Anbetracht der zunehmenden Fähigkeiten die Frage ihrer Beherrschbarkeit umso ernster nehmen.

Bayern trage als KI- und Technologiestandort besondere Verantwortung: „Wer bei KI an der Spitze fährt, muss auch die Leitplanken mitbauen“, ist Mehring überzeugt. Innovation und Sicherheit seien für ihn keine Gegensätze.

Vor einer einseitigen europäischen Antwort warnt Mehring: „Wenn Europa auf Pause drückt, während Amerika und China mit Vollgas weiterfahren, gewinnen wir keine Sicherheit – sondern verlieren nur Einfluss.“ Er plädiert für einen Mittelweg aus mehr Tempo bei Innovation und mehr Professionalität bei Sicherheit. Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung sei entscheidend: „Vertrauen entsteht durch Wissen, Transparenz und überprüfbare Sicherheit.“

Pressekonferenz um 13 Uhr

Im Anschluss an den Gipfel informiert Mehring um 13 Uhr in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Beratungen und die daraus folgenden politischen Konsequenzen.

(ID:50976333)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung