Ja. Ein Server-Verzeichnis findet sich auf der offiziellen Mastodon-Seite. Es enthält ausschließlich Server, die sich konsequent zur Moderation gegen Rassismus, Sexismus und Transphobie verpflichten (joinmastodon.org/de/covenant).
Ein anderer möglicher Startpunkt zum eigenen Mastodon-Konto ist etwa die Seite „Instances.social“, die aktuell mehr als 3.700 Server weltweit listet. Wer einige Fragen beantwortet, bekommt eine Liste von Servern angezeigt, die vielleicht zu einem passen könnten.
Wenngleich man sich bei vielen Servern direkt anmelden kann, gibt es auch Instanzen, bei denen erst eine Einladung angefragt werden muss, die keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen oder die grundsätzlich geschlossen sind – etwa die Instanz „Social.bund.de“, die der Bundesdatenschutzbeauftragte für Bundesbehörden eingerichtet hat.
Und wenn ich später eine Community finde, die mir besser gefällt?
Kein Problem. Zum einen sind mehrere Konten bei verschiedenen Mastodon-Servern gleichzeitig möglich. Zum anderen lässt sich ein bestehendes Konto mitsamt Followern jederzeit zu einem neuen Konto auf einem anderen Server umziehen. Eine Anleitung findet sich direkt in den Kontoeinstellungen oder in der Mastodon-Dokumentation.
In den Einstellungen unter „Import und Export“ kann man auch die anderen Datenkategorien (außer Medien) im CSV-Format herunterladen, etwa Listen oder Lesezeichen. Und das nicht nur, um sie bei einem geplanten Umzug ins neue Konto zu importieren.
Regelmäßige Backups sind auch wichtig für den Fall, dass die Instanz, auf der man angemeldet ist, einmal überraschend abgeschaltet werden sollte. Alle Datenkategorien inklusive Medienspeicher können einmal wöchentlich als Archiv heruntergeladen werden.
Aber wie genau starte ich jetzt?
Die Auswahl des Servers war schon die halbe Miete. Jetzt gilt es, auf der Seite der Wunsch-Instanz auf den Button „Konto erstellen“ zu klicken, die jeweiligen Server-Regeln zu akzeptieren, eine E-Mail-Adresse anzugeben und Anzeige- sowie Profilnamen (mit vorangestelltem @) samt Passwort festzulegen. Fertig.
Der Benutzername wird mit dem Namen der Community-Domäne erweitert, damit die Kommunikation und Suche über Servergrenzen hinweg möglich ist (Beispiel: @profilname@community-name.de).
Was sind die ersten Schritte?
Nach der Anmeldung vervollständigt man sein Profil (Bild, Hintergrund, Interessen) und passt in den Einstellungen am besten noch Benachrichtigungen sowie Privatsphäre-Einstellungen an. Man kann zum Beispiel ein Häkchen bei „Gesperrtes Profil“ setzen, wenn man nur Follower möchte, die eine Folgeanfrage schicken müssen, die man dann genehmigen kann – oder nicht.
Man kann auch festlegen, dass die eigenen Beiträge standardmäßig nicht in die öffentliche Timeline gehen. Trotzdem hat man beim Verfassen eines Postings immer aufs Neue die Möglichkeit, für diesen Beitrag individuell eine andere Einstellung zu treffen, und zwar über das Schloss-Symbol.
Als erster Tröt empfiehlt sich eine kurze Selbstvorstellung mit dem Hashtag „#neuhier“. Für Fragen von Neulingen hat sich „#neuhierfragen“ als Hashtag eingebürgert.
Wie kann ich meine Twitter-Kontakte bei Mastodon finden?
Es gibt Dienste wie Fedifinder oder Debirdify, die das eigene Twitter-Profil daraufhin analysieren können, welche Kontakte auch bei Mastodon sind. Diese Informationen erhält man als Liste, die man auch im CSV-Format abspeichern und dann in Mastodon importieren kann.
Wer bei Twitter in der eigenen Kurzbeschreibung oder in seinem Anzeigenamen seinen Mastodon-Profilnamen hinterlegt, macht es solchen Diensten leichter, aber auch allen anderen, die jemanden bei Mastodon über das Suchfeld finden wollen. Nicht vergessen: Damit es klappt, muss der Profilname plus Community-Domäne angegeben werden, etwa „@profilname@community-name.de“, nicht nur „@profilname“.
Stand: 08.12.2025
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