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Blindheit verursacht enorme wirtschaftliche Kosten
Die Studie schliesst daraus, dass jede kosteneffektive Massnahme wirtschaftliche Kosten im Bereich von zwei bis drei Milliarden Euro ausgleichen kann. Zu diesen Massnahmen gehören standardmässige Anti-VEGF-Behandlung für feuchte Makuladegeneration, ausreichende Früherkennungs-, Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten wie ein Screening für Katarakte, diabetische Retinopathie und Glaukom, gefolgt von einer Behandlung.
„In den elf EU-Ländern betreffen die vier Augenkrankheiten etwa eine von zehn Personen und sie wirken sich nicht nur auf die unmittelbar Betroffenen aus, sondern auch auf ihre Pfleger, Familienmitglieder und Freunde,“ sagte Professor Banks und führt weiter aus. „Die beträchtliche wirtschaftliche Belastung durch Blindheit und Sehkraftverlust für die Gesellschaft sollten berücksichtigt werden. Bei Blindheit ergeben sich über 50 Prozent dieser Kosten aus der informellen Pflege.“
EFAB und seine Partner, die European Coalition for Vision and Second Sight Medical Products, hielten eine Veranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel ab, um die Ergebnisse der Studie den Parlamentsmitgliedern und führenden Fachleuten auf dem Gebiet der Augengesundheit mitzuteilen, um Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der Augengesundheit zu erregen und über Augenkrankheiten aufzuklären. Ein wichtiger Teil ihrer Mission ist die Steigerung des Bewusstseins dafür, dass 50 Prozent der Erblindungen in Europa verhinderbar sind, und dass neue Technologien wie etwa bionische Augen bei Erkrankungen wie Retinitis pigmentosa nützlich sein können, die bislang weder verhindert noch behandelt werden können.
50 Prozent der Erblindungen sind verhinderbar
EFAB arbeitete gemeinsam mit Deloitte Access Economics daran, die wirtschaftlichen Auswirkungen und Belastungen von vier Augenkrankheiten und Blindheit in elf europäischen Ländern (Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Polen, die Slowakei, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich) und die Kosteneffektivität von Massnahmen zum Verhindern dieser Krankheiten zu analysieren. Es wurde eine gezielte Literatursuche für jedes Land durchgeführt, um Studien zu ermitteln, die Aufschlüsse über die Häufigkeit der einzelnen Augenkrankheiten boten. Die Belastungsanalyse schloss sowohl die „direkten Kosten“ ein, wobei es sich um alle Behandlungskosten rund um die Therapie handelte (einschliesslich Krankenhausaufenthalten, allgemeinärztlichen Dienstleistungen und Medikamenten), als auch die „indirekten Kosten“, also alle Kosten im Zusammenhang mit dem Produktivitätsverlust und der informellen Pflege. Zur Analyse der Kosteneffektivität wurden die WHO-Verfahren „Choosing Interventions that are Cost-Effective“ (CHOICE) angewandt, um zu ermitteln, ob sich die einzelnen Massnahmen lohnen würden.
Welttag des Sehens
Der Welttag des Sehens findet jährlich statt, um die globale Aufmerksamkeit auf Blindheit, Beeinträchtigung der Sehkraft und die Rehabilitation von Menschen mit Sehschwäche zu lenken, und zwar jeweils am zweiten Donnerstag im Oktober. Er wurde erstmals 1998 gefeiert und später in die gemeinsame Initiative „WHO-IAPB VISION 2020“ integriert. Typische Aktivitäten sind die Teilnahme an Aufmerksamkeit erregenden Läufen oder die Verteilung und Ausstellung von Plakaten, Lesezeichen, Broschüren und anderen Formen der Information, um das Bewusstsein für vermeidbare Blindheit zu steigern. Der Welttag des Sehens war dieses Jahr der 9. Oktober.
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