eGovernment Kommunal Digital Conference 2026 Smarte Kommunen, smarte Schulen

Von Nicola Hauptmann 3 min Lesedauer

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Die Herbstausgabe der eGovernment Kommunal Digital Conference 2026 der Vogel IT-Akademie bot ein randvolles Programm: Keynotes, Expertenbeiträge und -dialoge sowie Best Practices adressierten die Herausforderungen der Digitalisierung in Kommunen und Schulen.

Die eGovernment Kommunal Digital Conference am 23. September 2026 widmete sich in zwei parallelen Tracks der kommunalen Verwaltungsdigitalisierung und der Schulträger-IT.(Bild: ©  girafchik – stock.adobe.com)
Die eGovernment Kommunal Digital Conference am 23. September 2026 widmete sich in zwei parallelen Tracks der kommunalen Verwaltungsdigitalisierung und der Schulträger-IT.
(Bild: © girafchik – stock.adobe.com)

Smart Country, Smart City, Smart School – das Motto der eGovernment Kommunal Digital Conference 2026 machte deutlich, wie umfassend das Themenspektrum in dieser Herbstausgabe der Konferenz war. In den Keynotes, Expertenbeiträgen und Best-Practice-Berichten ging es um nachhaltige, oft plattformbasierte, Lösungen und Infrastrukturen, digitale Souveränität und Resilienz, Cybersicherheit und Datenschutz, nicht zu vergessen: um Künstliche Intelligenz, die sowohl die Arbeit der Verwaltung als auch das Lernen verändert. Die Sessions waren in zwei parallelen Themensträngen gebündelt: „Kommunale Verwaltungsdigitalisierung“ und „Schulträger-IT“, eröffnet jeweils mit einer Keynote von Alexander Handschuh, dem Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, und Daniela Schneckenburger, der Beigeordneten für Bildung beim Deutschen Städtetag.

Die Teilnehmenden hatten somit die – möglicherweise nicht leichte – Wahl, etwa zwischen der Keynote von Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves (Universität Bremen), der ein Lagebild aus über 50 Fallstudien und mit über 60.000 Befragten zur KI-Transformation in den Kommunen vorstellte, sowie dem Bericht von Victoria Abshagen (govdigital) zur „Pädagogischen Cloud Infrastruktur“ als gemeinsamer Betriebsplattform.

Erfahrungen teilen

Dabei erwiesen sich aber Erkenntnisse der beiden Themenbereiche – Bildung und Kommunalverwaltung – als übertragbar, zum Beispiel beim Thema NOOTS. Hier schloss sich an die Keynote von Michael Pfleger Gesamtleiter NOOTS (FITKO) „Bereit für die Registermodernisierung: Was Kommunen jetzt wissen müssen“ ein Experten-Dialog an. Carolin Silbernagl, Leiterin der Fachlich Koordinierenden Stelle der NOOTS-Umsetzungsorganisation, und Michael Lierath, HIS – Hochschul-Informations-Systeme, der beim Pilotprojekt zum Anschluss der Hochschulregister mitarbeitet, sprachen über ihre Erfahrungen aus der Praxis.

Dem Hochschul-Projekt und den Anschlussvorhaben in den Kommunen ist gemeinsam, dass es sich jeweils um dezentrale Register handelt. Hier greift also das Prinzip, alle fachlichen, technischen und rechtlichen Fragen pro Registertyp zunächst in einem initialen Anschlussvorhaben zu klären, bevor dann die Fachverfahren ertüchtigt werden. Dann erst erfolgt der Flächenrollout. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Parallelen: Wie Michael Lierath verdeutlichte, stehen nicht nur die Hochschulen, sondern auch Kommunen vor der Herausforderung, einen sicheren Betrieb (ggf. über ihre Dienstleister) zu gewährleisten, was unter Umständen sogar bauliche Maßnahmen nach sich ziehen kann. Zudem sei jeweils ein Umdenken nötig: Weg von der Bescheid-Ausstellung in Form von PDFs und hin zur Bereitstellung von strukturierten Daten. Dieses Thema beschäftigt auch die NOOTS-Umsetzungsorganisation. Man bereite ein neues Verständnis, eine neue Kultur des Umgangs mit Daten vor, erklärte Carolin Silbernagl. Unterstützung bieten hier Einstiegsinformationen und Wissensangebote auf der Website noots.gov.de. Es brauche aber zudem ein Netzwerk in die Fläche, hier seien die RegMo-Koordinatoren sehr wichtige Partner, gerade für den Dialog mit den Kommunen.

Vernetzung und Voneinander-Lernen sind grundsätzlich smarte Ansätze und die virtuelle Konferenz bot dazu reichlich Gelegenheit. Die Veranstalter konnten mehrere Speakerinnen und Speaker gewinnen, die ihre Best Practices teilten: Dr. Beate Ginzel berichtete aus dem Smart City Lab Leipzig, Horst Thieme von den Erfahrungen in Augsburg als einer „datengetriebenen Stadt“. Hendrik Lampe (Landkreis Lüneburg) und Catrin Dauser (Landkreis Enzkreis) sprachen über die Erstellung ihrer KI-Strategien, während sich Schulleiter Andreas Spatz (Grundschule Jettingen-Scheppach) in seinem Best-Pactice-Beitrag dem digitalen Lernen widmete.

Nach der Konferenz ist vor der Konferenz, der Termin für die kommende eGovernment Kommunal Digital Conference steht schon: am 24. Februar 2027 ist es wieder soweit.

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