AI Innovation Lab Kyndryl forscht in Luxemburg an agentischer KI

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Wie lässt sich agentische KI kontrolliert und im Einklang mit dem EU AI Act einsetzen? Ein neues Labor in Luxemburg soll darauf Antworten liefern. Dabei wird neben dem Finanzsektor ausdrücklich die öffentliche Verwaltung adressiert.

Noch vor wenigen Jahren hätte man beim Wort AI-Lab wohl unweigerlich an eine derartige Szene gedacht. Nach Liverpool und Dallas ist gibt es nun bereits ein drittes KI-Labor von Kyndryl – in Luxemburg.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Noch vor wenigen Jahren hätte man beim Wort AI-Lab wohl unweigerlich an eine derartige Szene gedacht. Nach Liverpool und Dallas ist gibt es nun bereits ein drittes KI-Labor von Kyndryl – in Luxemburg.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Der IT-Dienstleister Kyndryl hat am Anfang Oktober in Bertrange nahe Luxemburg-Stadt sein erstes AI Innovation Lab innerhalb der EU eröffnet. Weitere Labs betreibt das Unternehmen bereits in Liverpool sowie im Raum Dallas. Im Mittelpunkt der Forschung steht agentische KI, also Systeme, die mehrstufige Aufgaben weitgehend selbstständig planen und ausführen können. Das Lab richtet sich an Unternehmen und öffentliche Verwaltungen. Besondere Expertise bietet es nach Unternehmensangaben für den Finanzsektor und für Behörden.

Gründungspartnerin und erste Kundin ist die Banque Internationale à Luxembourg (BIL). An der Eröffnung nahmen Luxemburgs Finanzminister Gilles Roth und Kyndryl-CEO Martin Schroeter teil. Bis 2030 könnten am Standort nach Unternehmensangaben bis zu 250 hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Im Lab arbeiten Kunden direkt mit Experten von Kyndryl. Dabei setzen sie das hauseigene Agentic AI Framework ein – eine Plattform zur Steuerung von KI-Agenten in On-Premises-, Cloud- sowie hybriden Umgebungen. Die Teams sollen in Bertrange Anwendungsfälle prüfen, Workflows neu gestalten und Prototypen bis zur Marktreife entwickeln.

Kyndryls President of Strategic Markets Petra Goude begründet die Standortwahl damit, dass Luxemburg „an der Schnittstelle von Finanzdienstleistungen, digitaler Innovation und europäischer Regulierung“ liege. Sie betont, dass KI-Ambitionen in messbare Geschäftsergebnisse zu verwandeln, mehr als Technologie benötige.

Den Bedarf für ein europäisches Lab leitet Kyndryl aus seinem aktuellen Enterprise Modernization Report ab, für den das Unternehmen weltweit 2.000 Führungskräfte aus Business und IT befragt hat. Fast die Hälfte der Organisationen liege demnach mit ihren Modernisierungsvorhaben hinter den selbst gesteckten Zeitplänen. In Europa würden rund 37 Prozent der Organisationen KI zu den drei wichtigsten Treibern ihrer Modernisierung zählen. Dies entspricht einer um drei Pozentpunkte stärkeren Gewichtung, als es der weltweite Schnitt erwarten lassen würde. Gemäß der Studie hätten zudem 18 Prozent der Befragten aus ihren KI-Vorhaben bislang wenig bis keinen Nutzen gezogen.

Für die öffentliche Verwaltung bleibt das luxemburgische Angebot vorerst abstrakt. Kyndryl nennt bisher keine Behörde explizit als Kunden oder gar Pilotpartner. Zudem ist das Lab an das hauseigene Framework gebunden.

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