Digitalisierung in den Bundesländern Die eGovernment-Bilanz, Teil 8

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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In puncto Digitalisierung wurden in den Bundesländern 2024 zahlreiche Projekte angestoßen, fortgesetzt und abgeschlossen. 2025 soll es mit hohem Tempo weitergehen. In diesem letzten Teil unserer Serie: Schleswig-Holstein und Thüringen.

Schleswig-Holstein und Thüringen ziehen Bilanz.(©  kebox - stock.adobe.com)
Schleswig-Holstein und Thüringen ziehen Bilanz.
(© kebox - stock.adobe.com)

Schleswig-Holstein

„Schleswig-Holstein ist in 2024 weitere große Schritte in Richtung digitale Vorzeigeregion gegangen. Basis dafür sind unsere Digital-, Landesdaten-, KI- und Green-IT-Strategien“, sagt Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. Die Umsetzungsgeschwindigkeit habe deutlich zugenommen, die elektronische Wohnsitzanmeldung wurde flächendeckend ausgerollt, und für weitere EfA-Dienste wie Unterhaltsvorschuss oder Fahrzeugan-, ab-, ummeldung sei ein hoher Grad der Flächenabdeckung erreicht worden.

Dirk Schrödter(©  Frank Peter)
Dirk Schrödter
(© Frank Peter)

„Fest im Blick haben wir bei der Verwaltungsdigitalisierung auch die Themen Benutzerfreundlichkeit und digitale Teilhabe der Gesellschaft“, betont Schrödter. Niedrigschwellige Angebote und ein Gemeinschaftsprojekt mit Hamburg sorgten dafür, dass das Land mit dem Preis für „Gute Verwaltung“ ausgezeichnet wurde.

Schleswig-Holstein werde zudem als erstes Land einen digital souveränen IT-Arbeitsplatz in seiner Landesverwaltung einführen. Schrödter: „Mit einem Kabinettsbeschluss zur flächendeckenden Einführung von LibreOffice als Standard-Office-Lösung hat die Regierung in diesem Jahr den Startschuss für die vollständige digitale Souveränität des Landes gegeben.“

2025 soll das hohe Tempo beibehalten werden. Auf der Agenda steht, die ressortübergreifende Digitalstrategie fortzuschreiben und das Digitalisierungsprogramm 4.0 zur Beschleunigung des digitalen Wandels zu starten. Die zentralen Themen: Digitalisierung der Verwaltung, flächendeckender Rollout von Online-Diensten und Pilotprojekte im Bereich der Registermodernisierung.

Das im Aufbau befindliche Kompetenzzentrum Daten Schleswig-Holstein (KoDa.SH) soll 2025 dazu beitragen, den Umgang mit Daten in der Landesverwaltung voranzubringen. „Außerdem werden Mitarbeitende der Landesverwaltung mit dem Datenhaus Schleswig-Holstein ein System zur Verfügung gestellt bekommen, um selbstständig Auswertungen und Analysen an ihrem Arbeitsplatz durchführen zu können“, erläutert Schrödter. „Und beim Ausbau der Open-Data-Infrastruktur werden 2025 mehrere Teilprojekte fertig – und als freie Open Source Software zur Verfügung gestellt.“

Thüringen

Mit den Fortschritten bei der Digitalisierung in Thüringen zeigt sich Dr. Hartmut Schubert zufrieden. „Wir haben insgesamt enorm an Tempo und Qualität zugelegt: Ob unsere neue modulare Strategie für E-Government und IT, die Einführung zahlreicher neuer Onlinedienste in der Landesverwaltung und unseren Kommunen, unser neues Open-Source-Videokonferenzsystem, das unsere digitale Souveränität stärkt, die Erarbeitung einer KI-Strategie für die Verwaltung oder die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit und der Verlängerung des elektronischen Schriftersatzes im geänderten E-Government-Gesetz“, erläutert der CIO. Dies habe man auf dem Thüringer E-Government-Kongress gezeigt und damit bewiesen: „Das Glas der Verwaltungsdigitalisierung ist halb voll und wird weiter gefüllt.“

Dr. Hartmut Schubert(©  Freistaat Thüringen)
Dr. Hartmut Schubert
(© Freistaat Thüringen)

Für 2025 steht entsprechend einiges auf der Agenda. Der erarbeitete Digitalcheck soll eingeführt, die Thüringer Verwaltungscloud weiter ausgebaut und Fachverfahren auf die Cloud verlagert werden. Das Thema künstliche Intelligenz wird mit einheitlichen Regeln für den Einsatz und den Aufbau vorbereitet. „Und schließlich wartet die Umsetzung einer Governance für die Registermodernisierung und natürlich die Ausrollung weiterer Onlinedienste auf uns“, sagt Schubert. „Unser Aufgabenheft für 2025 ist richtig voll.“

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