Digitalisierung in den Bundesländern Die eGovernment-Bilanz, Teil 5

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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In puncto Digitalisierung wurden in den Bundesländern in diesem Jahr zahlreiche Projekte angestoßen, fortgesetzt und abgeschlossen. 2025 soll es mit hohem Tempo weitergehen. In diesem Artikel: Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ziehen Bilanz.(©  kebox - stock.adobe.com)
Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ziehen Bilanz.
(© kebox - stock.adobe.com)

Niedersachsen

Im Vorjahr hat Niedersachsen eine neue Digitalstrategie verabschiedet, die den Blick Richtung Ende-zu-Ende-Digitalisierung richtet. „Zur Operationalisierung wurde anschließend ein neuer Handlungsplan mit den wichtigsten Projekten zur Umsetzung der Strategie verabschiedet, der die Inhalte der Arbeit in den nächsten Jahren prägen wird“, sagt CIO Dr. Horst Baier. 2024 seien bereits zahlreiche Projekterfolge erzielt worden. Beispielsweise wurde die E-Akte an rund 20.000 Arbeitsplätzen in der Kernverwaltung eingeführt, und für die Fachverfahrensmodernisierung und den Start einzelner Projekte wurde ein zentrales Budget eingerichtet. Abgeschlossen wurde ein E-Rechnungs-Projekt, die Lösung wird derzeit in der Fläche ausgerollt.

Dr. Horst Baier(©  Bettina Meckel-Wolf)
Dr. Horst Baier
(© Bettina Meckel-Wolf)

Laut Baier wurde 2024 „eine Vielzahl an Onlinediensten für die Landesverwaltung“ entwickelt, eine Werbekampagne soll dazu beitragen, diese Services bekannter zu machen. Die niedersächsischen Kommunen werden auch bei der Entwicklung einer eigenen Digitalstrategie unterstützt, über 270 Kommunen nahmen an einer entsprechenden Beratung teil. Und: Ein Konsortium von kommunalen IT-Dienstleistern wurde für den Rollout der Fokusleistungen in den Kommunen über einen standardisierten Prozess beauftragt – bei gleichzeitiger Finanzierung der Betriebskosten durch das Land.

2025 will Niedersachsen die als notwendig identifizierten Onlinedienste vollständig umsetzen und die wichtigsten in den Kommunen ausrollen. In Zusammenarbeit mit den Kommunen sollen außerdem die ersten Register modernisiert werden. Niedersachsen will ein im eigenen Rechenzentrum betriebenes LLM-Sprachmodell starten sowie die rechtlichen und technischen Voraussetzungen für den Betrieb von Microsofts Copilot schaffen.

Ein großes Thema ist auch die IT-Sicherheit: Gemeinsam mit den Kommunen soll ein Cybersicherheitszentrum eingerichtet werden.

Nordrhein-Westfalen

Auch in NRW wird auf IT-Sicherheit gesetzt. „Erstmals haben wir als Land einen Vertrag mit einem Unternehmen geschlossen und den Kommunen ein Angebot für eine Informationssicherheits-Analyse angeboten“, erklärt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung. „Mit dem TÜV für Informationssicherheit unterstützen wir die Kommunen.“

Ina Scharrenbach(©  MHKBD/NRW)
Ina Scharrenbach
(© MHKBD/NRW)

Zudem werde erstmalig in der Landesverwaltung der Einsatz des auf KI basierenden Verwaltungsassistenten „NRW.Genius“ getestet. In puncto Verwaltungsleistungen landete NRW im Bitkom-Index in diesem Jahr auf Platz sechs. „Der Roll-out von europäischen oder nationalen Vorrangleistungen läuft im Hochlauf. Dabei legen wir Wert auf eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung, damit für Behörden und Bürger ein echter Mehrwert entsteht“, betont Scharrenbach.

„Nordrhein-Westfalen goes Cloud“, sagt Scharrenbach mit Blick auf das nächste Jahr. 2024 sei bereits die Grundlage gelegt worden, nun werde das Vorhaben fortgesetzt: „Mit dem Aufbau und Betrieb einer Multi-Cloud-Strategie für das Land Nordrhein-Westfalen wird der Zugang zu digitalen Diensten erleichtert, indem flexible, skalierbare und sichere Infrastrukturen für die öffentliche Verwaltung geboten werden.“

Weitere wichtige Fokusthemen 2025 werden künstliche Intelligenz, die Stärkung der IT-Sicherheit sowie die weitere Umsetzung von eGovernment- und Smart-City-Lösungen sein.

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