Digitalisierung in den Bundesländern Die eGovernment-Bilanz, Teil 3

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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In puncto Digitalisierung wurden in den Bundesländern in diesem Jahr zahlreiche Projekte angestoßen, fortgesetzt und abgeschlossen. 2025 soll es mit hohem Tempo weitergehen. In diesem Artikel: Bremen und Hamburg.

Bremen und Hamburg ziehen Bilanz. (©  kebox - stock.adobe.com)
Bremen und Hamburg ziehen Bilanz.
(© kebox - stock.adobe.com)

Bremen

Von den 15 Fokusleistungen wird die Freie Hansestadt Bremen (FHB) bis Jahresende 2024 zwölf Leistungen nachnutzen oder durch Marktprodukte zur Verfügung stellen, die Finanzierung der EfA-Dienste soll zentral sichergestellt werden. „Darüber hinaus sind wir sehr stolz darauf, dass trotz der Startschwierigkeiten des EfA-Gedankens die FHB ihre Verpflichtungen aus dem Dachabkommen und der Einzelvereinbarung erfüllt und auch über die Fokusleistungen hinaus EfA-Dienste aus dem Themenfeld Familie und Kind zur Nachnutzung anbietet“, kommentiert CIO Carola Heilemann- Jeschke. Und: „In 2024 konnte die FHB eine zentrale Infrastruktur für die Online-Terminvergabe bereitstellen, die von allen Behörden genutzt werden kann.“ Dazu gehöre auch eine 24/7-Abholstation für Dokumente.

Carola Heilemann-Jeschke(©  Hansestadt Bremen)
Carola Heilemann-Jeschke
(© Hansestadt Bremen)

In den Fachressorts konnten zahlreiche Projekte umgesetzt werden. So ist beispielweise die Bezahlung in Bürgerämtern nun mit EC- und Kreditkarte sowie Smartphone möglich – 2025 soll Paypal hinzukommen. Sozial- und Jugendhilfeanträge werden digital bearbeitet, und das Portal „Einheitlicher Ansprechpartner“ wurde in das Serviceportal Bremen integriert.

Das Jahr 2025 wird laut Heilemann-Jeschke ganz im Zeichen von Konsolidierung und Haushaltssanierung stehen. „Die FHB wird sich daher schwerpunktmäßig auf die Automatisierung von Verwaltungsprozessen durch Einführung und Anwendung von Robotic Process Automation, auf Nutzbarmachung vorhandener Datenquellen und den Einsatz von KI-Lösungen fokussieren, um dem mit dem demographischen Wandel einhergehenden Fachkräftemangel zu begegnen“, sagt die Bremer CIO.

Als Schwerpunktthemenpate für das Thema „Digitale Anwendungen“ werde sich Bremen verstärkt für ein offenes API-Ökosystem der Verwaltung einsetzen. „Innerbremisch wird das Serviceportal Bremen als Landesportal und im vollständigen Sinne eines Single Points of Contact ausgebaut“, sagt Heilemann-Jeschke.

Hamburg

In Hamburg gab es ebenfalls Fortschritte bei den Online-Verwaltungsleistungen – „insbesondere beim Roll-out von in Hamburg entwickelten Diensten“, wie CDO Christian Pfromm erläutert. „Wir haben den Zugang zu unseren digitalen Angeboten noch nutzerfreundlicher gestaltet und Verwaltungsprozesse systematisch optimiert.“ Zudem wolle Hamburg weiterhin auf innovative Technologien – zum Beispiel künstliche Intelligenz in der Verwaltung – setzen.

Christian Pfromm(©  Claudia Höhne)
Christian Pfromm
(© Claudia Höhne)

Für 2025 kündigt sich bereits Grundlegendes an: Hamburg wird zu Jahresbeginn eine neue Digitalstrategie veröffentlichen, die die wichtigsten Weichenstellungen für die kommenden Jahre enthält. „Außerdem stehen für uns die konsequente Ende-zu-Ende-Digitalisierung von Verwaltungsprozessen und die Modernisierung der Register auf der Agenda, damit ‚Once Only‘ endlich umgesetzt werden kann“, betont Pfromm.

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