DVC-Start Die Deutsche Verwaltungscloud geht in Betrieb

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Mit 30 Diensten startet die Deutsche Verwaltungscloud in den Produktivbetrieb. Offizieller Launch war heute auf dem Fachkongress des IT-Planungsrates.

Der Zugang zur DVC läuft über das Cloud-Service-Portal.(© FITKO)
Der Zugang zur DVC läuft über das Cloud-Service-Portal.
(© FITKO)

Erfolgreiche Projektumsetzung: Ab dem 1. April 2025 wird die Deutsche Verwaltungscloud ein Produkt des IT-Planungsrats und somit in die föderale IT-Landschaft integriert. Behörden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene öffnet sich damit ein digitaler Marktplatz, auf dem sie souveräne und sichere Cloud-Services von IT-Dienstleistern der öffentlichen Verwaltung rechtssicher beziehen können. Einheitliche AGBs, Mindeststandards und die Einordnung der Services in ein Reifegradmodell sorgen dabei für Transparenz. Somit wird auch die Nachnutzung innerhalb der Verwaltung erleichtert. Die DVC wurde zuvor im Pilotbetrieb eingehend getestet, beginnend mit zunächst 15 Cloud-Services.

Zum Produktivstart stehen bereits 30 Cloud-Dienstleistungen zur Verfügung, darunter Kollaborationswerkzeuge, Datenplattformen und Verwaltungssoftware.

„Die Deutsche Verwaltungscloud ist ein Meilenstein für die digitale Souveränität und die Modernisierung der Verwaltung. Sie bietet erstmals eine gemeinsame Plattform, um Cloud-Services transparent und effizient zu nutzen und die Zusammenarbeit über alle Verwaltungsebenen hinweg zu stärken“, so Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzende des IT-Planungsrates. Der erfolgreiche Übergang in den Produktivbetrieb verdeutliche, was durch eine enge, vertrauensvolle Kooperation von Bund, Ländern und Kommunen erreicht werden könne.

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FITKO- Präsident Dr. André Göbel sieht die DVC als „bedeutendes Instrument, um die digitale Transformation der Verwaltung zu ermöglichen“ und den Übergang in den Produktivbetrieb als nachhaltige Grundlage für die künftige Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen.

Das Projekt zur DVC wurde ab Januar 2024 unter der Gesamtprojektleitung der FITKO gemeinsam mit govdigital, der Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister, umgesetzt und wird nun Ende März erfolgreich abgeschlossen. Neun öffentliche IT-Dienstleister haben dabei aktiv mitgewirkt. Im Vorfeld hatte govdigital bereits ein MVP zum Cloud-Service-Portal entwickelt und im Umsetzungsprojekt drei der vier Teilprojekte – Portfolio, Entwicklung und Multi-Cloud – verantwortet. „Für die öffentlichen IT-Dienstleister stellt die Deutsche Verwaltungscloud eine gemeinsame Plattform dar, auf der die Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen weiter ausgebaut und die digitale Souveränität gemeinsam organisiert werden kann." Die Cloud-Transformation der deutschen Verwaltung werde sich auf diese Infrastruktur stützen können, sagt Martin Schallbruch, CEO govdigital.

Mit der Übergabe der DVC in das Produktportfolio des IT-Planungsrates übernimmt nun die FITKO in dessen Auftrag das Produktmanagement für die DVC. „Das heißt, wir koordinieren die technische Umsetzung, verantworten die strategische Steuerung und sorgen für die Einhaltung einheitlicher Standards und Prozesse“, verdeutlicht André Göbel.

In weiteren Schritten ist die Verschaltung von Rechenzentren und die Einbindung zusätzlicher Cloud-Services von verwaltungsexternen Anbietern geplant.

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