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Open Source – eine notwendige Strategie?
Das Spannende daran: OpenSAGA ist Open Source und somit für IT-Abteilungen der Öffentlichen Verwaltung lizenzkostenfrei verfügbar. Zudem verwendet OpenSAGA einen modellbasierenden Ansatz, der sich darauf konzentriert, fachliche Zusammenhänge zu beschreiben und technische Details durch die Plattform zu realisieren. Entwickler können so Fachanforderungen wesentlich schneller umsetzen, da sie weniger Zeit mit technologischen Detailfragen und SAGA-Anforderungen verbringen müssen. Und auch die technologische Einarbeitung und Weiterbildung wird so einfacher.
Hinter OpenSAGA steht eine schnell wachsende Initiative aus Hochschulen und Unternehmen, die sich um einen engen Kontakt zum IT-Rat, dem BMI und dem BVA bemüht, um gemeinsam eine Plattform für deutliche Kosteneinsparungen in der Verwaltungs-IT umsetzen zu können. Die Verantwortlichen des OpenSAGA-Projektes heben hervor: „Wir sehen einen weiteren großen Nutzen der Plattform darin, dass sich die fachliche Modellierung die Detailanforderungen einer spezifischen SAGA-Version nicht sichtbar im Modell widerspiegelt. Diese Details werden ‚unter der Haube’ behandelt – was dazu führt, dass bei einer neuen SAGA-Version in den meisten Fällen nur die Basisbibliotheken ausgetauscht werden müssen und existierende Anwendungen so mit geringem Aufwand auf eine neue Standardversion gehoben werden können. Das ist ein deutlicher Vorteil zum klassischen manuellen Vorgehen, das bei Migrationsprojekten immer wieder zu beträchtlichem finanziellen Zusatzaufwand führt“.
Es stellt sich schnell die Frage: Warum sollte ein Open-Source-Projekt die beste Antwort sein? Nun, bei genauerer Betrachtung zeigen sich vielfältige Vorteile:
- Der Bund wird eine solche Plattform nicht selbst entwickeln können, da es hohe Investitionen erfordert, um mit der Entwicklung von Technologien und Märkten mitzuhalten.
- Die Entwicklung über Ausschreibungen kommt ebenso wenig infrage. Denn wer immer initial den Zuschlag erhält, hätte in nachfolgenden Projektausschreibungen signifikante Vorteile gegenüber anderen Teilnehmern. Weiterhin würde die Entwicklung der Plattform über Ausschreibungen einen schwerfälligen und damit für operative Projekte ungeeigneten Entwicklungsprozess bedingen.
- Eine Open-Source-Initiative wie OpenSAGA, die sich in rechtlicher Hinsicht als GPL-Lizenz darstellt (und zusätzlich Support für die EUPL angekündigt hat) schafft Freiheiten sowohl für die Öffentliche Verwaltung als auch für Unternehmen, die an der Initiative teilnehmen. In dem Maße, wie alle Beteiligten einen Nutzen daraus ziehen, wenn sie auf der Plattform aufbauen, sind sie auch dazu angehalten, die Ergebnisse wieder allen anderen ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen.
Und die Sorge, dass die Interessen der Öffentlichen Verwaltung in diesem Open-Source-Projekt nicht ausreichend berücksichtigt werden? OpenSAGA (oder vergleichbare Ansätze) hat nur die Wahl, die Vorgaben der Öffentlichen Verwaltung präzise umsetzen oder ihr Alleinstellungsmerkmal zu verwässern und dadurch ihre Bedeutung zu verlieren und wieder zu verschwinden. Selbst das ist kein Risiko für Einrichtungen der Öffentlichen Verwaltung, die auf diese Plattform setzen – denn sie ist ja frei verfügbar und kann damit unabhängig weiterentwickelt werden.
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