SAGA 5.0 und OpenSAGA

Weitreichende Veränderungen für die IT der Öffentlichen Verwaltung?

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SAGA 5 wird verbindlich!

Und damit wird die immanente Komplexität von SAGA 5 für wesentlich mehr IT-Projekte relevant. Die höhere Verbindlichkeit zur Standardisierung ist prinzipiell gut, weil so mittelfristig zweifellos Kosten zu sparen sind. Kurzfristig werden aber erst einmal zusätzliche Kosten entstehen. Angesichts leerer Haushaltskassen und nicht selten überarbeiteter Mitarbeiter in Behörden existiert kurzfristig also eher Konfliktpotenzial.

Das Konzept zu SAGA 5 ist dennoch sehr deutlich. Direkt in der Präambel wird klargestellt: „Bisher war die Anwendung von SAGA 4.0 in der Bundesverwaltung lediglich empfohlen und die Verbindlichkeit wurde durch die Bundesministerien individuell geregelt. Dagegen kann SAGA 5.0 durch Beschluss des IT-Rates nun erstmals für die gesamte Bundesverwaltung verbindlich werden“. Und auch Altsysteme werden von SAGA 5 berührt, wie auch hier das SAGA-5-Konzept zweifelsfrei ausführt: „Die Verbindlichkeit von SAGA tritt für zukünftige Softwaresysteme sofort, für bestehende Softwaresysteme bei einer Erweiterung des Funktionsumfanges ein. Hier können für bestehende Softwaresysteme, die deshalb umgestellt werden müssen, zeitnah hohe, bisher nicht absehbare Kosten entstehen.“

Aus Sicht von IT-Dienstleistern ist ein solcher Schritt zu klarer Verbindlichkeit zu begrüßen, wird er doch mittelfristig die extreme Heterogenität heutiger Verwaltungssysteme deutlich auf jene Standards reduzieren, die sich in der Industrie seit vielen Jahren bewähren. So muss weniger „esoterisches“ Spezialwissen vorgehalten werden. Genau davon werden auch Behörden und Verwaltungen profitieren. Die zentrale Frage ist nun: Wie schafft man die Voraussetzungen, um die Vorteile von SAGA möglichst schnell und konsequent nutzen zu können?

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