Hackerangriff Berlin Senatsverwaltungen wieder am Netz, Maßnahmen angekündigt

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Wegen einer Cyberattacke waren in Berlin zwei Senatsverwaltungen aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen worden. Die Lage hat sich entspannt, Abwehrmaßnahmen wurden angekündigt.

Florian Hauer, seit Mai 2026 CDO in Berlin, fordert eine „umfassende Ursachenanalyse“.(Bild:  Hans-Christian Plambeck)
Florian Hauer, seit Mai 2026 CDO in Berlin, fordert eine „umfassende Ursachenanalyse“.
(Bild: Hans-Christian Plambeck)

Nach der Cyberattacke auf das Berliner Landesnetz sind die beiden betroffenen Senatsverwaltungen wieder online. „Alle Senatsverwaltungen sind wieder ans Landesnetz Berlin angeschlossen und grundsätzlich arbeitsfähig“, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mit.

Laut Senatskanzlei stehen damit auch die in den Bezirken genutzten Fachverfahren grundsätzlich wieder zur Verfügung. „Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass es zu Beginn noch vereinzelt zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen in den Arbeitsprozessen kommen kann.“

Der Hackerangriff war am 14. August entdeckt worden. Aus Sicherheitsgründen wurden daraufhin die beiden Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz vom Landesnetz abgetrennt. Sie waren seitdem vom Internet abgeschnitten, intern grundsätzlich aber arbeitsfähig.

„Strukturelle Defizite in der IT“

Nach dem Hackerangriff auf das IT-Netz von zwei Berliner Senatsverwaltungen sind nach Einschätzung des Senats dringende weitere Schutzmaßnahmen nötig. „Wir müssen eine umfassende Ursachenanalyse vornehmen, es gibt strukturelle Defizite in der IT“, sagte der Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Hauer, im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. „Wir sind gefordert, diese so schnell wie möglich abzustellen und dafür auch notwendige Ressourcen zur Verfügung zu stellen.“

Darüber müsse nach der Abgeordnetenhauswahl im September dann auch in den folgenden Koalitionsverhandlungen gesprochen werden. Monatlich würden in Berlin 1,2 Millionen Hackerangriffe abgewehrt, aber man könne sich nicht gegen jeden Angriff wehren. Der am 14. August entdeckte Angriff sei sehr professionell ausgeführt worden, betonte Hauer.

Notfallstab

Der eingerichtete Notfallstab tage noch immer täglich. „Es gibt keine weiteren Hinweise, dass es noch eine Infiltration gibt, aber das ist eine Momentaufnahme. Es gibt weiter Verdachtsmomente“, so Hauer. Man scanne weiterhin das interne IT-Netz und gehe nach Analysen in die Tiefe und nun auch in die Fläche des Netzes. „Das IT-System des Landes ist sehr groß, wir sind überrascht, wie groß.“

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