Register-as-a-Service: RegMo-Projekte abgeschlossen RaaS: Grundlage für die Cloud-Register steht

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Gute Nachrichten zum Jahresende: Die RaaS-Umsetzungsprojekte zur Registermodernisierung sind abgeschlossen. Damit ist die Grundlage gelegt für cloudbasierte, interoperable und sichere Registerlösungen – und auch der Gewinner des Wettbewerbs steht fest.

Dr. André Göbel, Präsident der FITKO: „Die Geschwindigkeit, die wir hier gemeinsam erreicht haben, zeigt, was möglich ist, wenn Verwaltung, Technologie und Recht konsequent zusammengedacht werden.“(Bild:  © Fotograf: Jens Oellermann)
Dr. André Göbel, Präsident der FITKO: „Die Geschwindigkeit, die wir hier gemeinsam erreicht haben, zeigt, was möglich ist, wenn Verwaltung, Technologie und Recht konsequent zusammengedacht werden.“
(Bild: © Fotograf: Jens Oellermann)

Der Speed-Modus der Verwaltungsdigitalisierung – es gibt ihn doch! Innerhalb weniger Monate – Start war im August – haben drei Projektteams unter Leitung der Konsortialführer AKDB, Dataport und Polyteia im Wettbewerb ein anspruchsvolles Programm umgesetzt: Basierend auf der Referenzarchitektur war zunächst ein generischer, wiederverwendbarer Referenzcode zu entwickeln und anschließend in Zusammenarbeit mit dem Fachverfahrenshersteller für ein spezifisches Register zu erweitern. Am Ende stand der Test mit Echtdaten im Pilotbetrieb.

Somit wurde das Zielbild der Referenzarchitektur auf drei unterschiedlichen Wegen unter realen Bedingungen validiert. Die Ergebnisse aller drei Konsortien werden auf OpenCode zur Verfügung gestellt.

Als Referenzimplementierung wurde die Lösung des Konsortiums von Polyteia, enclaive, Naviga, Amt Scharmützelsee und der DigitalAgentur Brandenburg ausgewählt. „Sie überzeugte durch ihre robuste Systemarchitektur, die klare Umsetzung der Vorgaben und ihre hohe Anschlussfähigkeit an zukünftige föderale Registerstrukturen“, so die Begründung.

GovTech Deutschland hatte bereits im Auftrag der FITKO den Umsetzungswettbewerb ausgerufen und wird die ausgewählte Referenzimplementierung nun auch als Open-Source-Projekt weiterführen und eine erste Instanz betreiben.

Ammar Alkassar, Vorstand von GovTech Deutschland, spricht von Register-as-a-Service als einem Game-Changer in der Registermodernisierung: „Wir sehen jetzt Technologien wie Confidential Computing im Einsatz, die Lösungen ermöglichen, die lange als kaum realisierbar galten: hochsichere, wenig komplexe und föderal betreibbare Cloud-Register, die verlässlich funktionieren und die Hoheit der Verwaltung wahren.“ Dies könne den angestrebten Zeitplan in der Registermodernisierung signifikant beschleunigen.

Parallel wurde ein Rechtsgutachten zu Cloud-Registern erstellt. Darin kommt die Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells zu dem Ergebnis, dass dezentrale Cloudlösungen rechtlich tragfähig ausgestaltet werden können, sofern hohe technische Sicherheitsanforderungen eingehalten würden.

Michael Pfleger, Gesamtleiter NOOTS bei der FITKO:„RaaS vereint Architektur, Technologie und rechtliche Einordnung erstmals in einem konsistenten Gesamtbild. Damit verfügen wir über ein Fundament für den bundesweiten Aufbau moderner, interoperabler Register, welche insbesondere für den kommunalen Rollout neue Möglichkeiten zur Beschleunigung der Registermodernisierung schafft.“ (Bild:  © Fotograf: Jens Oellermann)
Michael Pfleger, Gesamtleiter NOOTS bei der FITKO:„RaaS vereint Architektur, Technologie und rechtliche Einordnung erstmals in einem konsistenten Gesamtbild. Damit verfügen wir über ein Fundament für den bundesweiten Aufbau moderner, interoperabler Register, welche insbesondere für den kommunalen Rollout neue Möglichkeiten zur Beschleunigung der Registermodernisierung schafft.“
(Bild: © Fotograf: Jens Oellermann)

GovTech Deutschland habe in „beachtlich kurzer Zeit handfeste technische und juristische Ergebnisse geliefert, die uns in der Registermodernisierung infrastrukturell einen erheblichen Schritt voranbringen“, resümiert Dr. André Göbel, Präsident der FITKO. Es gelte nun, die Ergebnisse in die Umsetzung zu bringen und weiterzuführen.

Die Geschwindigkeit, die wir hier gemeinsam erreicht haben, zeigt, was möglich ist, wenn Verwaltung, Technologie und Recht konsequent zusammengedacht werden.

Dr. André Göbel, Präsident der FITKO

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